Regionales wird im Raum Rosenheim immer höher geschätzt

von Redaktion

Verein zur Förderung der Regionalentwicklung (RegRo) stellt auf Hauptversammlung die positive Entwicklung vor

Rosenheim/Rohrdorf – Eine auch in Corona-Zeiten stabile Entwicklung hat in diesem Jahr der Verein zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim (RegRo) genommen. Vorsitzender Sebastian Friesinger informierte bei der Jahresversammlung im 17. Jahr des Bestehens, dass es weiterhin vorrangiges Ziel sei, in überbetrieblichem und überparteilichem Interesse heimische Erzeuger und regionale Kreisläufe zu fördern.

Drei zentrale Bausteine stützen das Ziel der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim: Der erste ist der veranstaltungs- und angebotsreiche Rosenheimer Bauernherbst, der die Gemeinden des Landkreises Rosenheim sowie die neun Gemeinden des Landkreises Traunstein, die dem Tourismusverband Chiemsee-Alpenland angehören, umschließt. Der zweite Baustein ist die Vermarktungs-GmbH mit der An- und Verkaufsgemeinschaft „Nimm’s Regional“ – inklusive Genuss-Tipps aus Partnerregionen. Die dritte Säule ist die App „Frisch vom Hof“, die mit Unterstützung von „meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ weiter optimiert wurde.

41 von 46 Gemeinden des Landkreises Rosenheim sind Mitglieder von RegRo und somit Förderer und auch Profiteure bei der Vermarktung heimisch erzeugter Produkte. Die Bürgermeister der Gemeinden, die Leistungsträger und die Vertreter der Sponsoren ließen sich von Friesinger berichten, dass neben vielen Veranstaltungsterminen die Anpassung an Corona-Bedingungen im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten stand.

„Zusammenhalt – unter anderem mit der Metzger- und Bäcker-Innung, den Wirten, den Hof-Cafés und den Bauernmärkten – ist uns beim Rosenheimer Bauernherbst gelungen. Dazu haben die Verbraucher ein neues Bewusstsein entwickelt“, sagte Friesinger, der den stark erhöhten Bedarf an Mehl zum Wieder-selbst-Backen als Beispiel nannte.

„Die Besinnung auf Regionales lohnt sich: Weniger Kilometer und weniger Energieverbrauch sowie verlässlich gute Produkte und hohe Qualität setzen sich beim Verbraucher immer mehr durch.“ Mit diesen Worten gratulierte der stellvertretende Landrat Sepp Huber zur guten Vereinsentwicklung.

Elisabeth Widauer als Geschäftsführerin der An- und Verkaufs-GmbH informierte, dass derzeit 230 verschiedene Produkte in 156 Geschäften angeboten werden – mit steigender Tendenz. Denn neuerdings haben sich neben den Edeka-Läden auch Rewe-Geschäfte entschieden, mit der RegRo Vermarktungs-GmbH zusammenzuarbeiten. „Was wir aufgrund der gestiegenen Nachfrage derzeit bräuchten, das wäre ein zusätzlicher, dann siebter Eier-Lieferant“, so Widauer.

Hauptpartner und Sponsor des Rosenheimer Bauernherbstes und des Vereins RegRo ist die „meine Volksbank Raiffeisenbank eG“. Dessen Rosenheimer Agrardirektor Christian Bürger sagte zu, dass das Bankunternehmen auch zukünftig bei der Weiterentwicklung der App „Frisch vom Hof“ federführend aktiv ist. „Zuletzt wurde eine Suchmaschinen-Optimierung erreicht, sodass jetzt immer die, zum Standort nächstgelegenen Angebote dargestellt werden.“ Auch die geplanten Anschaffung eines Verkaufsfahrzeuges, das bei Märkten und Veranstaltungen in allen Mitgliedsorten eingesetzt werden kann, will die Bank tatkräftig unterstützen, um dauerhafte und frische Produkte vor Ort in einem noch größeren Sortiment anbieten zu können.

Dies wäre auch ganz im Sinne des RegRo-Vorstands, der aus vier Vertretern vom Bauernverband, Amt für Landwirtschaft, Tourismusverband Chiemsee-Alpenland und Landratsamt Rosenheim besteht, sowie im Sinne der Stadt Rosenheim.

Deren Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann erläuterte die Bemühungen der Stadt als Oberzentrum, den traditionsreichen Grünen Markt weiter zu entwickeln und dem Verbraucher in Rosenheim den Reichtum der Regionalerzeuger aus Stadt und Landkreis Rosenheim noch stärker anzubieten. Anton Hötzelsperger

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