Rosenheim – Die Corona-Fallzahlen scheinen sich in der Region Rosenheim weiter zu stabilisieren. Die Sieben-
Tage-Inzidenz (Fälle pro 100000 Einwohner binnen sieben Tagen) geht sowohl in Stadt (197) als auch Landkreis (230) zurück. Am Freitag war sie noch bei einem Wert von 260 für die Stadt und bei 266 für den Landkreis.
Im Vergleich zum Vortag (Sonntag) gab es für die kreisfreie Stadt Rosenheim eine Neumeldung, für den Landkreis elf (Stand 16. November, 0 Uhr). Allerdings sind im Landkreis übers Wochenende zwei weitere Todesfälle – mit oder an Covid-19 verstorben – hinzugekommen.
Betroffen sind indes wieder zahlreiche Schulen und Kindertageseinrichtungen. Je einen positiven Fall meldet das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim für: die Hohenau Grund- und Mittelschule Neubeuern, „KiWest“ Westerham, den Kindergarten Schonstett, die Grundschule Amerang und das Kinderhaus Sonnenschein Hochstätt. Ebenfalls mit je einem Fall betroffen: die Waldorfschule Rosenheim, die Grundschule Prutting, die Johann-Rieder-Realschule Rosenheim, die Realschule Wasserburg, das Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim, die Stiftung Attl, die Grundschule Pfaffing, die Justus-von-Liebig Schule Heufeld und die Berufsschule Bad Aibling. Alle engen Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt.
Gerüstet für den Fall, dass die Zahl der Covid-Intensivpatienten ansteigen sollte, fühlen sich die Romed-Kliniken Rosenheim. Wie eine Sprecherin auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen erklärte, sei die Belegung mit Covid-Patienten auf den Normalstationen im Wesentlichen stabil, auf den Intensivstationen langsam ansteigend. Die Kapazitäten im Intensivbereich sind der Sprecherin zufolge derzeit ausreichend sowohl hinsichtlich der Betten wie auch beim Intensivpersonal.
Zudem finde eine enge Zusammenarbeit mit allen Kliniken im Rettungsdienstbereich Rosenheim statt. Derzeit würden Covid-Patienten hauptsächlich an den Romed-Kliniken versorgt, so die Sprecherin.
Intensivpatient nach
Wasserburg verlegt
Damit die Kapazitäten am Standort Rosenheim weiter ausreichen, habe man Ende vergangener Woche innerhalb des Romed-Verbunds einen Intensivpatienten vom Klinikum Rosenheim in die Klinik Wasserburg verlegt, berichtet Dr. Hanns Lohner, Ärztlicher Direktor und Romed-Pandemiebeauftragter. Überregionale Verlegungen seien derzeit noch nicht geplant.
Die personelle Situation an den Romed-Standorten ähnle der Lage von fast allen Kliniken, ergänzt Lohner. „Die Pflegekräfte können Unterstützung gut brauchen – idealerweise haben Interessenten praktische Erfahrungen in der Kranken- oder Altenpflege.“
Interessierte können sich per E-Mail an die Romed-Kliniken wenden: pflege-covid@ro-med.de.
Die aktuelle Kapazität an Intensivbetten in der Region laut dem DIVI-Intensivregister: sieben Intensivpatienten im Romed-Klinikum Rosenheim, davon zwei invasiv beatmet. Kapazität: 39 Betten, davon 33 belegt, sechs Betten frei.
Im Landkreis Rosenheim sind laut DIVI zwei Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Kapazität: 68 Betten, davon 57 belegt, elf frei.
Insgesamt werden im Romed-Verbund mit seinen Standorten in Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg und Prien aktuell (Stand gestern) 52 Covid-Patienten stationär behandelt, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte.Rosi Gantner