Rosenheim – Bis 15. Dezember soll es bereitstehen – doch nach wie vor wollen sich Stadt und Landkreis Rosenheim zum Standort des geplanten Impfzentrums nicht äußern. Nur so viel ist klar: Die zentrale Einrichtung für die Region soll auf Rosenheimer Stadtgebiet entstehen und das Umland mitversorgen.
In vielen Städten und Regionen Bayerns stehen die Standorte für die seitens der Staatsregierung bis Mitte Dezember geforderten Impfzentren bereits fest. Im Nachbarlandkreis Traunstein wird es in Altenmarkt an der Alz errichtet, auf dem Containergelände am Aubergtunnel; in Mühldorf in einem ehemaligen Drogeriemarkt-Gebäude an der Mainstraße; in Ebersberg im einstigen Sparkassen-Bau. Im Kreis Rosenheim hält man sich indes weiter bedeckt, was die Standortfrage anbelangt. „Wir befinden uns noch in schwierigen Abstimmungsgesprächen“, erklärt dazu Stadt-Sprecher Thomas Bugl auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Denn: Die Logistik, um ein Impfzentrum für womöglich 320000 Menschen auf die Beine zu stellen, sei „gewaltig“. „Das braucht einen gewissen Vorlauf.“ Bislang sei die Standortfrage überdies nicht endgültig geklärt. Dennoch zeigt er sich zuversichtlich, bis Ende dieser, spätestens Anfang nächster Woche Details bekanntgeben zu können. „Bis dahin laufen noch verschiedene Überlegungen.“
Ob Rosenheim neben dem reinen Standort als Impfzentrum auch als Verteilungs- und Umschlagplatz für die Impfdosen in Frage kommen könnte, auch dazu wollte sich der Stadt-Sprecher nicht äußern.
Auf einem zwar hohen, aber dennoch stabilen Niveau bewegen sich die Corona-Fallzahlen in der Region. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis ist mit 194 weiter unter der Marke 200 (Vortag: 274); die der Stadt Rosenheim bei 271 (Vortag: 274).
Weiter steigend ist die Anzahl der seitens des Gesundheitsamtes Rosenheim gemeldeten Corona-Todesfälle. Allein am Dienstag kamen landkreisweit fünf weitere Fälle hinzu, womit die Gesamtzahl nun bei 239 im Landkreis und 25 in der kreisfreien Stadt Rosenheim liegt. Bei den zuletzt bis Wochenbeginn gemeldeten sechs Todesfällen (seit Freitag, wir berichteten), handelt es sich nach Angaben des Gesundheitsamtes um eine Person in der Altersgruppe unter 60 Jahre, eine Person in der Altersgruppe 60 bis 79 und vier Personen in der Altersgruppe über 80. Nach bisherigen Erkenntnisstand lebten laut Behördensprecher Michael Fischer zwei von ihnen in einem Heim. Zu den jüngsten Fällen konnte die Behörde noch keine Angaben machen.Rosi Gantner