Dreiklang hilft bei Krisenbewältigung

von Redaktion

Corona und der Haushalt

Auch der Landkreis Rosenheim spürt bereits die Vorboten einer Verschlechterung seiner Finanzsituation als Folge der Corona-Pandemie. Dass er gute Chancen hat, die Krise zu bewältigen, ist nicht zuletzt dem finanzpolitischen Dreiklang zu verdanken, den Landrat Wolfgang Berthaler in seiner Amtszeit in vorbildlicher Weise zu einem eisernen Credo erhoben hatte: Investitionen in die Zukunft, Schuldenabbau und Erhöhung der Rücklagen.

Das erleichtert seinem Nachfolger und dem Kreistag zweifellos das Krisenmanagement, das in diesen Zeiten gefordert ist, in denen die Einnahmequellen nicht mehr so üppig sprudeln wie in den vergangenen Jahren. Ein vorhandenes Finanzpolster abzuschmelzen und neue Schulden zu machen, um wichtige Zukunftsinvestitionen verwirklichen zu können, ist in der aktuellen Situation ein probates Mittel. Es darf aber nicht zum Einfallstor für eine auf Dauer zu lockere Geldpolitik mutieren. Dieser Verlockung muss der Landkreis widerstehen.

Auch in Pandemie-Zeiten gilt: Die Schulden von heute sind die Zinsbelastungen von morgen, die den künftigen Handlungsspielraum einschränken. Eine nachhaltige Haushaltspolitik erfordert, dieser Einschränkung engstmögliche Grenzen zu setzen. Da spielt es keine Rolle, dass sich der Landkreis Geld auf dem Kapitalmarkt derzeit sehr günstig besorgen kann.

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