Mühldorf/München – Eine Initiative für Musiker im Kampf gegen die Corona-Einschränkungen hat Dr. Marcel Huber gestartet. Der CSU-Landtagsabgeordnete, ehemalige Umweltminister und Präsident des Musikbundes Ober- und Niederbayern, fordert Musiker dazu auf, an Weihnachten auf sich aufmerksam und anderen eine Freude zu machen. Er regt an, an Weihnachten ein gemeinsames Musizieren auf den Balkonen oder am Fenster zu veranstalten, so wie es während des ersten Lockdowns bereits viele getan hätten. „Gerade weil es zwischen Weihnachten und Neujahr, wo für viele von uns sonst die Hochzeit der musikalischen Aktivität stattfindet, wieder nicht möglich sein wird, mit unseren Ensembles, Chören und Orchestern aufzutreten, wollen wir Sie alle dazu ermuntern, bei unserer Aktion mitzumachen“, sagte Huber.
Er schlägt Heiligabend vor, dann sollen um 15 Uhr alle Musiker auf dem Balkon oder aus dem Fenster singen oder spielen. Gemeinsam gilt es, zuerst „O du fröhliche“ anzustimmen und dann „Alle Jahre wieder“, sagt der Präsident des Musikrates. „Damit wollen wir einerseits ein gemeinschaftliches, musikalisches Erlebnis schaffen und andererseits ein Zeichen der Solidarität in dieser schwierigen Zeit setzen.“
Die Stücke sind laut Huber bewusst so ausgewählt, dass nicht nur Sänger und Musiker diese meistern, sondern dass auch möglichst viele andere Menschen mitmachen können. „Deshalb bitten wir Sie, möglichst viele Menschen aus der Nachbarschaft zum Mitmusizieren zu animieren, damit die Aktion ihre ganze Kraft entwickeln kann“, so der Aufruf Hubers, der an Heiligabend mit seiner Frau, mit Tuba und Klarinette, auf seinem Balkon in Ampfing stehen wird, aber sich schon jetzt auf das gemeinsame Muszieren freut. „Damit wollen wir zeigen, wie sehr wir uns schon wieder auf künftige gemeinsame Auftritte freuen und dass wir Musiker uns von der Pandemie nicht unterkriegen lassen!“
Über diese Aktion hinaus setzt sich Huber für mehr Blasmusik im Radio ein: Das bietet aktuell der Sender „BR Heimat“ als Internetradio an. Nach Meinung des CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Marcel Huber müssten zusätzliche Fenster geschaffen werden, um den Künstlern eine Plattform zu geben. „Und das zu vernünftigen Zeiten“, fügt der Präsident des Musikbundes Ober- und Niederbayern an. Auch in seiner Eigenschaft als Präsident des Bayerischen Musikrates hat Huber das Gespräch mit den Verantwortlichen bereits gesucht. Er berichtet von Gesprächen mit dem Bayerischen Rundfunkrat, mit dem Programmdirektor und Intendanten des Bayerischen Rundfunks, in welchen er eine größere Präsenz von Künstlern im Fernsehen und im Radio gefordert hatte. „Es wird mir aktuell zu viel gekocht und zu viel Sport gemacht. Aber die Breite des Musikschaffens findet nicht den Widerhall, den es eigentlich verdient hätte. Es wird nicht das abgebildet, was der Realität entspricht“, so Dr. Huber. Er sei zuversichtlich, dass hier schnell eine Lösung herbeigeführt werde.
Texte und Noten für Heiligabend gibt es im Internet unter www.bayerischermusikrat.de. je