Rosenheim – Wenig Verständnis erntete Dr. Klaus Rosellen (Linke) mit einem Antrag, der Kreistag möge einen Bericht der Landkreisverwaltung zur Nachbearbeitung der Corona-Pandemie erörtern. Er hatte ihr dazu einen langen Fragenkatalog geschickt, den diese beantwortete. Die Palette erstreckte sich von der Frage, welche Maßnahmen zum Ausbau von Schulsozialarbeit in Pandemiezeiten ergriffen werden, bis hin zur Bitte um Information darüber, ob alle Stellen im Gesundheitsamt mit fachlich geeignetem Personal besetzt sind. Nicht nur Fraktionssprecher Sepp Lausch von den Freien Wählern platzte der Kragen, als er die umfangreiche Stellungnahme der Landkreisverwaltung sah. „Da stellt sich schon die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Schaufensterantrages. Wir sollten überlegen, ob wir so etwas künftig noch zulassen“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses, der sich vor dem Kreistag mit dem Papier befasste. Ins gleiche Horn stieß Dieter Kannengießer, sein Kollege von den Parteiunabhängigen. „Wir sind da sicher alle der gleichen Meinung.“ Dass er mit dieser Einschätzung richtig liegt, zeigte sich bei der Abstimmung im Ausschuss. Einstimmig lehnte das Gremium, dem Rosellen nicht angehört, eine Diskussion über den Fragenkatalog ab.tt