Wohin jetzt mit dem Christbaum?

von Redaktion

Zwischen Himmel und Erde

Diese Frage stellen sich viele, die in einer Stadt leben und nach den weihnachtlichen Tagen den abgeräumten Christbaum entsorgen müssen. Der Christbaumschmuck ist sorgsam verpackt im Keller, aber wohin jetzt mit dem Gerippe, das abgenadelt vor der Haustüre steht? Städte und Kommunen bieten Entsorgung über Wertstoffhof oder Grüngutcontainer an, und mancherorts gibt es sogar einen Abholservice der Jungbauernschaft.

Alles ist nun weggeräumt und richtig entsorgt, Weihnachten bis zu den Vorbereitungen im nächsten Advent vorbei. Bleibt zu hoffen, dass wir mit den Äußerlichkeiten, die Weihnachten zweifelsohne den besonderen Glanz und Zauber verleihen, nicht auch noch die Botschaft dieses Festes zur Seite gelegt haben. „Es genügt nicht, einmal im Jahr an der Krippe zu knien“, so hat es die Karmelitin Edith Stein prägnant zusammengefasst. Gott kommt auf die Erde, um an der Seite von uns Menschen zu sein.

In logischer Konsequenz muss dann diese Liebe durch uns weiter ihre Kreise ziehen. Wenn wir auf unsere Welt schauen, regierten an einigen Orten eher die Beliebigkeit und das Chaos. Auch mich lässt das manchmal ratlos zweifeln. Edith Stein, die als Jüdin so viel Gewalt erlebte, verlor bis hinein in die Gaskammer von Auschwitz nie ihr unerschütterliches Vertrauen auf die Liebe: „Am Ende steht immer die Liebe Gottes.“ Mehr als die Frage nach der Entsorgung des Christbaums treibt mich die Frage um, wie wir genau diese Haltung umsetzen können. Zumindest in eigener Verantwortung an den vielen kleinen Orten, an die uns das Leben gestellt hat.

Die Kolumnen von Hannelore Maurer sind als Buch erschienen. „Ein Jahr zwischen Himmel und Erde“ ist erhältlich in allen Geschäftsstellen der OVB-Heimatzeitungen.

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