Seelsorge: 155 Einsätze für Menschen in Not

von Redaktion

Rosenheim Die Psychosoziale Notfallversorgung ist in Stadt und Landkreis Rosenheim rund um die Uhr abrufbar. Im vergangenen Jahr hat die Ökumenische Notfallseelsorge etwa 80 Prozent der Bereitschaftszeiten abgedeckt. Das geht aus der Bilanz hervor, die die Notfallseelsorge nun vorgelegt hat. Unterstützt wurde sie vom Kriseninterventionsteam des BRK.

Insgesamt 155 Einsätze mit einer Dauer von durchschnittlich drei Stunden haben die Mitarbeiter der kirchlichen Notfallseelsorge im vergangenen Jahr absolviert. Dazu kamen neun Teamtreffen im engeren und zwei im weiteren Kreis sowie Treffen mit Vertretern des Landratsamtes. Die Einsätze erfordern viel Organisation und Planung im Hintergrund, was kaum in Arbeitsstunden ausgedrückt werden kann. Auch deshalb, weil hier viel ehrenamtlich und in der Freizeit der Hauptamtlichen geschieht. Dazu kommt, dass viele Betreuungen von Menschen, die von einem plötzlichen Todesfall betroffen sind, an die jeweils örtlichen Seelsorger gut weitergegeben werden können. Die Verantwortlichen für die landkreisweite Notfallseelsorge in den beiden großen Kirchen, Andreas Demmel, Thomas Jablowsky und Peter Peischl, zeigen sich dankbar, dass unter den besonderen Bedingungen des vergangenen Jahres „alles gut gelaufen ist“. Im Lockdown im Frühjahr waren die Seelsorger sowie die Ehrenamtlichen voll einsatzfähig. Das sei auch der guten Kooperation mit anderen Diensten wie der Feuerwehr geschuldet, die auch Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt haben. Die Teamtreffen waren auf ein Minimum reduziert oder per Telefonkonferenz abgehalten worden, Ausbildungseinheiten oder Supervision waren nur bedingt durchführbar. Ausfallen musste auch die Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Ökumenischen Notfallseelsorge. Hier will die Kirche auch weiterhin da sein für Menschen in Not. Die katholische Kirche zeigt das mit dem Ausbau der Notfallseelsorge in allen Landkreisen der Erzdiözese. Das evangelische Dekanat hat die Weiterführung der hauptamtlichen halben Stelle bestätigt.

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