So laufen die Prüfungen in Corona-Zeiten

von Redaktion

Hochschule setzt auf Online-Klausuren und strenge Hygieneregeln – Nicht bestandene Tests werden nicht gewertet

Rosenheim – Seit dieser Woche stehen für die Studierenden der TH Rosenheim Prüfungen auf dem Programm. Aufgrund der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie hat die Hochschulleitung die Modalitäten zur Prüfungsorganisation und -abwicklung neu definiert. Soweit möglich werden Online-Prüfungen angeboten. Für Präsenzklausuren, die verpflichtend angeboten werden müssen, gelten dagegen strenge Hygienevorschriften.

Am Montag starteten an der Technischen Hochschule Rosenheim die schriftlichen Prüfungen für das Wintersemester. Deren Durchführung hat für Unsicherheiten gesorgt. Bei einer Umfrage des Studierendenparlaments äußerten viele Teilnehmer starke Bedenken hinsichtlich der Präsenzprüfungen. „Wir nehmen die Sorgen und Ängste unserer Studierenden in der äußerst angespannten Pandemie-Situation sehr ernst. Uns ist wichtig, dass sie ihre Prüfungen mit einem guten Gefühl absolvieren können“, sagt TH-Präsident Professor Dr. Heinrich Köster. Deshalb habe die TH Rosenheim auf die Unsicherheit reagiert, nachdem die erforderlichen Infos beziehungsweise Anweisungen aus dem Ministerium vorlagen.

Das neue Konzept ermöglicht Online-Prüfungen alternativ oder parallel zu bereits geplanten Präsenzprüfungen. „Dies kann beispielsweise in Form einer online eingereichten Prüfungsstudienarbeit oder einer mündlichen Prüfung per Videokonferenzsystem erfolgen“, so Professor Dr. Eckhard Lachmann, der im Hochschulpräsidium für den Bereich „Studium und Lehre“ verantwortlich ist. In den vergangenen Semestern habe die Hochschule, besonders aufgrund der Corona-Pandemie, die Online-Lehre massiv ausgebaut und neue Prüfungsformate konzipiert. Davon profitiere man jetzt, erläuterte der Vizepräsident Lachmann weiter.

Zusätzlich will man mit einer „Freischussregelung“ den Druck auf die Studierenden reduzieren. Konkret heißt das, dass eine nicht bestandene Prüfung nicht gewertet wird. Bei einem Prüfungsergebnis von 4,0 oder besser können Prüflinge eine Annullierung beantragen, dann gilt die Prüfung ebenfalls nicht als Prüfungsversuch. Auch werden die Prüfungen aus dem Wintersemester auch im Sommersemester angeboten.

Den Gesundheitsschutz zu gewährleisten ist die oberste Prämisse der Technischen Hochschule Rosenheim. Bei allen Präsenzprüfungen gilt daher ein Hygienekonzept. Ohne eine Maske ist eine Teilnahme nicht erlaubt. Für die Prüflinge werden FFP2-Masken empfohlen, für die Aufsichten sind diese Pflicht. Ein Mindestabstand von 1,50 Meter zur nächsten Person ist obligatorisch.

Die Änderungen der Prüfungsorganisation und -abwicklung wurden eng mit den Vorsitzenden des Studierendenparlaments abgestimmt. „Dank dem Verständnis und insbesondere auch der konstruktiven Mitarbeit aller Beteiligten werden wir diese Ausnahmesituation gemeinsam bewältigen“, betonte Köster.

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