Rosenheim/Nußdorf – Das im Juli in Nußdorf geplante Inngau-Trachtenfest ist abgesagt. Das hat der gleichnamige Trachtenverband mit Sitz in Rosenheim jetzt bekannt gegeben.
„In Anbetracht der allgemeinen Pandemielage und der herrschenden Einschränkungen ist nicht realistisch erkennbar, dass heuer im Sommer ein Trachtenfest mit rund 4500 Teilnehmern und ein paar Tausend Besuchern und Zuschauern abgehalten werden kann“, teilt Gauvorstand Georg Schinnagl auf der Homepage des Verbands und in den sozialen Medien wie Facebook und Instagram mit. Zudem gehen ihm zufolge die Prognosen dahin, dass nicht alle Impfwilligen in der Bevölkerung vor Jahresende 2021 durchgeimpft sein werden.
Im vergangenen Jahr war bereits das „Doppeljubiläum“ in Ostermünchen mit dem 100. Gaufest und dem 100. Jubiläum des örtlichen „Almarausch“-Vereins der Pandemie zum Opfer gefallen (wir berichteten). Die Entscheidung, nun das zweite Gaufest in Folge abzusagen, sei keinem der Beteiligten leicht gefallen, heißt es. Diesmal wäre der Verein Alpenrose Nußdorf eigentlich der Ausrichter gewesen. Aber Luftnummern zu organisieren, sei nicht sinnvoll, so Schinnagl. Eine „kleine“ Variante könne eben nicht gefeiert werden.
Das letzte Inngau-Trachtenfest hat im Sommer 2019 im Rosenheimer Stadtteil Pang stattgefunden. Ob es 2022 wieder eins geben wird, kann heute wohl noch niemand sagen. Jedenfalls wünschten sich die Mitglieder der Traditionsvereine, dass im Sommer 2021 zumindest wieder kleine Veranstaltungen auf Ortsebene möglich sind. „Wir können nur hoffen, dass sich die Infektionslage im Zuge der Impfmaßnahmen im Laufe des Jahres beruhigt und 2022 wieder ein einigermaßen normales Trachtlerjahr möglich wird“, so der Verbandsvorsitzende aus Schönau (Gemeinde Tuntenhausen) zuversichtlich. aez