Rosenheim – Enorme Schadenssummen und steigende Fallzahlen im Bereich Online-Banking bereiten Banken, Sparkassen und der Polizei derzeit Grund zur Sorge. Vermehrt versuchen Straftäter, „kontaktlos“ an Erspartes zu kommen und starten eine regelrechte Betrugsoffensive. Geschickt entlocken sie ihren Opfern sensible Daten und Transaktionsnummern. „Allein in der ersten Woche des neuen Jahres gelang es Tätern, einen Mann aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen um knapp 60000 Euro per Überweisung zu betrügen und einer Frau aus dem Landkreis Rosenheim sogar 90000 Euro zu entziehen“, berichtet Gerrit Gottwald, Präventionsbeauftragter des Polizeipräsidiums. „Ebenfalls über 60000 Euro Verlust musste ein Mann aus Freilassing hinnehmen und einen Chiemgauer setzten die Betrüger während einer Autofahrt wegen seines angeblich gehackten Kontos so unter Stress, dass er nach Übermittlung seiner Daten knapp 30000 Euro verlor.“ In all diesen Fällen schafften es die Täter nach Angaben der Polizei, nur durch das sehr geschickte Entlocken von Login-Daten oder Transaktionsnummern enormen Vermögensschaden zu verursachen. Dagegen helfe auch die beste technische Sicherung nicht. Die Botschaft der Polizei an alle Nutzer des Online-Bankings lautet: „Ihre Bank wird von Ihnen nie telefonisch oder per Mail die Herausgabe von Login-Daten oder TAN verlangen.“