Raus aus dem dunklen Tunnel

von Redaktion

Zwischen Himmel und Erde

Kürzlich habe ich die Tür vom Kleiderschrank aufgemacht, in dem meine Dirndlkleider im Dunkeln ihr Dasein fristen. Sie sind schon länger nicht mehr herausgekommen, denn es gab keinen Anlass, auch nur eines davon zu tragen.

Dass meine Dirndl endlich aus dem Schrank wollen, ist angesichts der erdrückenden Sorgen so vieler sicher ein zu vernachlässigendes Problem. Andererseits brauchen wir Menschen Lichtblicke, die uns in trüben Zeiten aufleben lassen.

Und es sind eben ganz spezielle Dinge, auf die wir uns freuen, wenn die Zeiten wieder anders werden: sich endlich ungezwungen mit der Großfamilie treffen, ein Konzert besuchen und im Sommer mit Freunden im Biergarten sitzen.

„Wir sehen das lang ersehnte Licht am Ende des Tunnels heller werden.“ Mit diesen Worten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache noch versucht, die Bürger positiv auf das neue Jahr einzustimmen. Trotzdem habe ich die Befürchtung, dass dieser Tunnel noch etliche Kilometer und einige Kurven hat.

Aber auch ohne Pandemie gibt es im Leben immer wieder dunkle Wegabschnitte, auf denen man nur „mit Tunnelblick“ unterwegs ist. „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir.“ Diese Erfahrung aus dem 23.Psalm der Bibel hat mir und vielen Menschen schon Hoffnung geschenkt. Von einem Gott, der Licht ist und mit Jesus Christus Licht schenkt, erzählt auch das Fest Mariä Lichtmess, das wir in den vergangenen Tagen gefeiert haben. Durch alle Dunkelheit hindurch Lichtblick für ein ganzes Leben.

Die Kolumnen von Hannelore Maurer sind nun als Buch erschienen. „Ein Jahr zwischen Himmel und Erde“ ist erhältlich in allen Geschäftsstellen der OVB-Heimatzeitungen.

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