Bernau – Gemeinderat Alexander Herkner (SPD) wehrt sich angesichts der Corona-Pandemie gegen Präsenz-Gemeinderatssitzungen und nimmt deshalb seit Dezember nicht mehr an den Treffen des Gremiums teil. Mit Blick auf die erheblichen und existenzbedrohenden Einschränkungen, die Bürger, Wirtschaft, Organisationen und Vereine momentan in Kauf nehmen müssten, seien die Veranstaltungen ein „Schlag ins Gesicht“. Deshalb fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende, die Sitzungen künftig online abzuhalten. Gerade im harten Lockdown mache es ihn „fassungslos“, dass im Rat „22 Personen aus 22 Haushalten“ erlaubt seien. Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) zeigt Verständnis für Herkners Verhalten: „Corona gilt als Entschuldigung, wenn man nicht zur Sitzung kommen möchte.“ Rechtlich sei es aber nicht möglich, Sitzungen online abzuhalten beziehungsweise online Beschlüsse zu treffen. Bei den meisten Themen müsse die Öffentlichkeit beteiligt werden. Zuständig für die Regelung sei das Innenministerium.ha/tw