Bernau – „Mit 800 Millionen Euro Bruttoumsatz jährlich ist der Tourismus in unserer Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Unsere Tourismusarbeit ist daher aktuell zwar anders, aber umso wichtiger“, sagte Rosenheims Landrat Otto Lederer, der gleichzeitig Vorsitzender des Tourismusverbandes Chiemsee-Alpenland (CAT) ist, jetzt bei einem Besuch in der CAT-Geschäftsstelle.
„Als regionaler Tourismusverband wollen wir unsere Kommunen aktuell bei der Besucherstromlenkung unterstützen und auch für die stark betroffene Tourismusbranche da sein.“ Die Region wolle aktuell insbesondere bei potenziellen Übernachtungsgästen für die Zeit nach dem Lockdown punkten. So wurde auch für 2021 das landkreisweite Gastgeberverzeichnis erstellt und neue Vertriebswege dafür organisiert.
Als Vermieterin der Geschäftsstelle von Chiemsee-Alpenland Tourismus am Chiemseeufer in Bernau-Felden begleitete den Landrat Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber. Auch sie ist überzeugt, dass gerade jetzt neue und bestehende Gäste angesprochen werden müssen. „Wir müssen bei den Übernachtungsgästen positiv in Erinnerung bleiben“, sagte die Bürgemeisterin.
Marketing und Vertrieb seien mehr denn je gefragt. „Viele sind jetzt online, daher setzen wir zum einen auf eine starke Online-Kommunikations-Strategie“, so CAT-Geschäftsführerin Christina Pfaffinger. „Gleichzeitig suchen die Menschen nach echten Ansprechpartnern, was die Telefonanfragen und die überdurchschnittlich vielen Prospektbestellungen im Moment bestätigen.
Alleine das aktuelle Chiemsee-Alpenland Gastgeberverzeichnis 2021 wird täglich durchschnittlich 50- mal auf Anfrage versendet und auch die Buchungen für Sommer sind vielversprechend, besonders da sich die Gäste für immer längere Aufenthalte bis 14 Tage in der Region entscheiden.
Für den Landrat steht der Gast im Mittelpunkt des touristischen Marketings. Aus seiner Sicht ist die persönliche Ansprache wichtiger denn je. „Die gegenwärtigen Umstände machen das Produkt Urlaub erklärungsbedürftig. Es geht darum, Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln und so von einem künftigen Urlaub im Chiemsee-Alpenland zu überzeugen, hierfür sind wir bestens gerüstet“, so Lederer.