Traunstein/München – Die aktuellen Wolfsrisse in Franken hat der Traunsteiner Stimmkreisabgeordnete, Klaus Steiner (CSU), erneut zum Anlass genommen auf die Probleme für die Almwirtschaft hinzuweisen und mit Nachdruck eine Absenkung der Schutzvorgaben für Wölfe zu fordern. Über einen Dringlichkeitsantrag den Steiner und weitere Landtagskollegen diese Woche im Landtag einbringen werden, soll der Schutzstatus des Wolfes überprüft werden. Darin wird die Staatsregierung aufgefordert.
Hintergrund für den Antrag sind die aktuellen Risse von Gehegewild in Oberfranken, der kontinuierliche Anstieg der Bestände seit Jahren in allen Teilen Deutschlands und die damit verbundenen Folgen für die Weidetierhaltung im Allgemeinen und für die Almwirtschaft im Chiemgau und drüber hinaus im Besonderen. Bereits mehrmals in den vergangenen Jahren, zuletzt nach den Wolfsrissen in Reit im Winkl und im benachbarten Kössen, im Sommer 2020, wies der Abgeordnete, für die Almbauern durch den Wolf hin. Laut Steiner geht es jetzt um den Schutz der Weidetiere, bloße Entschädigung sei nicht die Lösung. Man müsse in der Diskussion die entscheidende Frage stellen: Wie viele Wölfe verträgt unsere dicht besiedelte Kulturlandschaft?