BadFeilnbach/Wasserburg –Bei zahlreichen Einsätzen wegen unerlaubter Partys waren die Polizeidienststellen im südlichen Oberbayern in der Nacht auf Sonntag gefordert. Im Rahmen eines solchen Einsatzes in der Gemeinde Bad Feilnbach wurden die Einsatzkräfte heftig beleidigt und beschimpft. Die Posts in sozialen Netzwerken sind dieser Partygesellschaft in einer Gaststätte in Kematen zum Verhängnis geworden. Ein Bürger hatte gegen 22.30 Uhr die Polizei verständigt. Als die Einsatzkräfte an der Gaststätte eintrafen, verließen mehrere junge Leute die „Location“.
Im Inneren des Lokals wurde das Licht abgedreht sowie alle Eingangstüren verschlossen. Bevor sich die Polizisten mit Gewalt Zugang verschaffen mussten, wurde doch noch die Tür geöffnet. In dem Haus waren neun Männer und Frauen sowie eindeutige Tatsachen für eine zuvor stattgefundene Geburtstagsfeier mit geschätzten 30 Personen. Im Rahmen der Anzeigenaufnahme kamen mehrere Nachbarn hinzu, die sich mit der Party-Gesellschaft solidarisierten. Zusammen attackierten sie die Einsatzkräfte verbal und machten ihrem Unmut über den Polizeieinsatz und die Infektionsschutzmaßnahmen laut. Dabei fielen auch reichsbürger-typische Äußerungen. Durch ihr besonnenes Agieren konnten die Polizisten aber eine weitere Eskalation verhindern.
In Wasserburg gab es zwei Einsätze gegen 23.30 Uhr und 0.10 Uhr: Nach Mitteilung aus der Bevölkerung überprüften Beamte der Polizei Wasserburg eine Wohnung im Steinmühlweg. Dort wurden acht Personen aus unterschiedlichen Haushalten angetroffen, die sich nicht an die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen hielten. Alle acht im Alter zwischen 19 und 23 Jahren wurden angezeigt, das Treffen aufgelöst. Kurz nach Mitternacht verhielt sich eine junge Partygesellschaft in der Nachbarschaft zur Polizei Wasserburg laut und ungeschickt. Vor Ort traf die Streifenbesatzung auf sieben feiernde Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren aus unterschiedlichen Hausständen, die wegen Verstößen gegen die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen angezeigt werden mussten.