Waldkraiburg – Eigentlich sollten die Polizisten nur einen Schwarzfahrer überprüfen. Dass sie stattdessen den Bombenleger von Waldkraiburg fassten, war purer Zufall. Das wurde gestern, am zweiten Prozesstag, publik. Vermutlich hatte es der 26-Jährige auf seine Entdeckung abgesehen. Die Probleme begannen mit einer Maske. Weil Muharrem D. sie am 8. Mai 2020 nicht aufsetzen wollte und sie zwei Beamten am Bahnhof von Mühldorf a. Inn vor die Füße schleuderte, nahmen sie ihn fest. Zuvor war er aus dem Zug geholt worden, weil er kein Ticket besaß. Die Beamten baten ihn, zur Dienststelle mitzukommen, seine Koffer sollte er mitnehmen. Das wollte er nicht, das Gepäck war ihm zu schwer, die versteckten Rohrbomben wogen zu viel. Auf dem Weg zur Wache sagte er, er sei der Bombenleger von Waldkraiburg und habe vier Anschläge verübt.