Rosenheim – Die Corona-Lage in der Region ist weiter angespannt. Insbesondere in der Stadt Rosenheim verharrt die Sieben-Tage-Inzidenz seit dem Wochenende über der kritischen Marke 100, aktuell bei 112 (Stand 9. März, 0 Uhr). Bürger und Einzelhandel müssen nun erneut, wie berichtet, Einschränkungen hinnehmen wie Schul- und Kitaschließungen, eine Ausgangsbeschränkung ab 22 Uhr und, bis auf Ausnahmen, kein Einkaufserlebnis. Der Landkreis hat sich, nach einem Ausreißer vergangene Woche, zwischenzeitlich bei einem Inzidenzwert um die 80 stabilisiert – und kann entsprechend von den Lockdown-Lockerungen profitieren. Doch was sind die Gründe für die hohe Inzidenz der Stadt Rosenheim? Dem Gesundheitsamt ist derzeit kein „Clusterereignis“, also kein größerer Ausbruch, in der Stadt bekannt, wie Sprecher Michael Fischer auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen erklärte. Die Einschätzung des Gesundheitsamtes ist vielmehr, dass sich die Übertragungen überwiegend im privaten Bereich ereignen. Aufgrund der „relativ geringen Grundgesamtheit der Einwohner“ der Stadt (knapp 63600 Einwohner) wirken sich nach den Worten des Sprechers mehrere solcher Übertragungen in der Sieben-Tage-Inzidenz deutlicher aus als in großen Kommunen. „Im Stadtgebiet reichen 63 positive Fälle in sieben Tagen, um die Sieben-Tage-Inzidenzmarke von 100 zu überschreiten.“ Einmal mehr sind auch Schulen und Kitas in der Region von Corona-Fällen betroffen. Je einen positiven Test meldet die Behörde für den Kindergarten „Zauberberg“ Vogtareuth und Grundschule Großholzhausen (Raubling); zwei weitere Fälle für die FOS/BOS Rosenheim.Rosi Gantner