Oberaudorf – Nach der sogenannten Brückenkundgebung in Oberaudorf am Sonntag zog die Polizei gestern eine positive Bilanz und sprach von zwei insgesamt friedlichen Veranstaltungen „ohne größere Störungen“. Dennoch mussten die Einsatzkräfte in etlichen Fällen zum Beispiel wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzbestimmungen einschreiten, diese unterbinden und zur Anzeige bringen.
Unter der Leitung von Polizeidirektor Frank Hellwig vom Präsidium Oberbayern Süd waren bei dem Einsatz auf bayerischer Seite insgesamt mehr als 400 Polizeibeamtinnen und -beamte im Einsatz – darunter Polizeireiter, Diensthundeführer, der Einsatzzug des Polizeipräsidiums sowie geschlossene Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Mehrfach seien die Versammlungsteilnehmer mit Lautsprecherdurchsagen und Leuchtbandanzeige auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften aufmerksam gemacht worden. Trotzdem mussten wegen Verstößen 18 Anzeigen erstattet werden. Eine Person, die während der Versammlung als Redner auftrat, wurde wegen Ausweisens mit einem unrichtigen Gesundheitszeugnis und Fehlens einer Mund-Nase-Bedeckung kurzzeitig vorläufig festgenommen. Zudem werden dem Mann zwei weitere Straftatbestände zur Last gelegt. Die Durchsetzung der vorläufigen Festnahme mussten Einsatzkräfte laut Polizei „mit leichtem unmittelbarem Zwang, durch Schieben und Drücken gegen Versammlungsteilnehmer“ durchsetzen.
Insgesamt wurden sechs Strafanzeigen, meist wegen des Gebrauchs eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses, neun Platzverweise sowie eine Reihe von Durchsuchungen im Laufe der Veranstaltung von der Polizei getätigt.