Rosenheim – Die Bundespolizei hat einen 59-jährigen Mann, der ohne Fahrkarte im Regionalzug aus München unterwegs war, in Rosenheim verhaftet und ins Gefängnis eingeliefert. Die drastische Maßnahme kam nicht von ungefähr: Bei dem polnischen Staatsangehörigen handelt es sich laut Polizei um „einen notorischen Schwarzfahrer“. Der 59-Jährige sei in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Leistungserschleichung angezeigt worden. Selbst ein Gerichtsurteil im Februar hatte offenbar keine abschreckende Wirkung.
Bei einer Fahrscheinkontrolle in der Bayerischen Oberlandbahn war der polnische Staatsangehörige ohne gültiges Ticket aufgefallen. Verständigte Bundespolizisten verhafteten den offensichtlich stark alkoholisierten Mann am Rosenheimer Bahnhof. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass das Amtsgericht Rosenheim gegen ihn einen Strafbefehl erlassen hatte. Wegen Erschleichens von Leistungen sollte er rund 1400 Euro in die Justizkasse einzahlen. Ersatzweise hatte das Gericht eine 89-tägige Freiheitsstrafe vorgesehen. Dies hat den unbelehrbaren Mann aber offensichtlich nicht davon abgehalten, weiterhin Züge ohne Fahrschein zu nutzen. Daher wurde er erneut wegen Leistungserschleichung angezeigt. Ferner steht ihm ein etwa dreimonatiger Gefängnisaufenthalt bevor, da er die vom Rosenheimer Gericht verhängte Geldstrafe nicht zahlen konnte. Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt nach Traunstein.