Astrazeneca-Impfung in der Warteschleife

von Redaktion

Vereinbarte Termine aktuell storniert – Laut Koordinator Hans Meyrl ist ein Zeitfenster für die zweite Spritze vorhanden

Rosenheim/Traunstein – Umgehend ausgesetzt wurden auf Geheiß der Bundesregierung auch in Stadt und Landkreis Rosenheim die Impfungen mit Astrazeneca (wir berichteten). Vereinbarte Termine für den gestrigen Dienstag und Freitag sind aktuell storniert. Je nach Zuteilungsmenge der nächsten Impfstoff-Lieferung erhalten Personen (abhängig von der jeweiligen Priorität) neue Termine.

Doch was ist mit denjenigen, die schon eine erste Spritze mit Astrazeneca erhalten haben? „Da die zweite Dosis neun bis zwölf Wochen nach der ersten verabreicht wird, haben wir bis zur weiteren Entscheidung des Bundesgesundheitsamtes etwas Zeit“, so Rosenheims Impfkoordinator Hans Meyrl auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Aussetzung ist eine „Vorsichtsmaßnahme“, heißt es von der Bundesbehörde. Grund: Thrombosefälle nach Astrazeneca-Impfungen. Man wolle nun eine neue Beurteilung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) abwarten. Diese ist für Donnerstag in Aussicht gestellt.

Beurteilung für Donnerstag erwartet

Davon, sowie von einem Beschluss der Bundesregierung, ist dann nach den Worten von Meyrl auch das weitere Vorgehen rund um den Impfstoff Astrazeneca im Rosenheimer Impfzentrum abhängig.

Durch den vorübergehenden Stopp der Impfungen mit Astrazeneca mussten 1300 bereits vereinbarte Termine storniert werden. „Zudem erhalten wir mit der heutigen Lieferung weitere 900 Impfdosen des genannten Impfstoffs. Insgesamt handelt es sich also um 2200 Astrazeneca-Impfdosen“, so Michael Reithmeier, Pressesprecher des Landratsamtes Traunstein. Der vereinbarte Termin zur Zweitimpfung wird aktuell noch nicht storniert. „Wir warten hierbei auf die Information der zuständigen Ministerien bezüglich der weiteren Vorgehensweise.“

Auch dort gilt: Aufgrund der längeren Zeitspanne zwischen Erst- und Zweittermin besteht aktuell noch kein Zeitdruck.

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