Rosenheim – Die Dankbarkeit am Ende der gemeinsamen Schulzeit war in diesem besonderen, durch die Corona-Pandemie geprägtem Jahr bei den Studierenden, Lehrkräften, beim Schulleiter Wolfgang Hampel und Schulleiterin Hauswirtschaft Anna Bruckmeier besonders groß. Denn der Unterricht konnte sowohl in der Abteilung Landwirtschaft als auch in der Meisterschule Hauswirtschaft nach Angaben aller Betroffenen seit Dezember online so effektiv wie immer durchgeführt werden. Und alle Unterrichtsziele und Prüfungen wurden ohne besondere Zwischenfälle erreicht.
Für die Absolventen geht jetzt die gemeinsame Zeit an der „Winterschule“ zu Ende. Pfarrer Andreas Maria Zach stellte deshalb in zwei feierlichen Dankandachten das Thema „Abschied“ in den Mittelpunkt seiner Predigt. Letztlich seien beim Abschied nicht einzelne Abschiedsworte ausschlaggebend, sondern das Gefühl desjenigen, der die Schule verlässt. Wer mit einem „guaden Gfui“ gehen kann, für den könne Abschied zum Segen werden. Musikalisch untermalt wurden die beiden Feiern von Steffi Polifka an der Harfe.
19 Landwirte und eine Landwirtin haben ihre Schulzeit an der Landwirtschaftsschule mit Erfolg abgeschlossen. Sie dürfen sich jetzt Wirtschafter für Landbau nennen. Der Notendurchschnitt liegt deutlich über dem der Jahre zuvor. Die guten Leistungen seien laut Schulleitung auch ein Beleg für das besondere Engagement der Studierenden und Lehrkräfte in einem besonderen Jahr. Die Studierenden bedankten sich für „die gute Betreuung durch die Lehrkräfte im Präsenz- und Distanzunterricht“.
Auf die Frage „Was hat Ihnen die Landwirtschaftsschule gebracht?“ kamen von vielen Schülern klare Antworten wie „Die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Betrieb und das erworbene Selbstvertrauen bei der Darstellung der eigenen Position in der Öffentlichkeit“. Spätestens im kommenden Jahr wird ein Großteil des Jahrganges die Meisterprüfung absolviert haben. Ein Teil der Absolventen wird im Herbst die Höhere Landbauschule in Rotthalmünster besuchen.
Die 17 Absolventinnen der Meisterschule Hauswirtschaft fanden ebenso klare Antworten auf die Frage „Was nehmen Sie aus dieser Schulzeit mit?“. Sie hätten gelernt, was es heißt durchzuhalten, sich „durchzubeißen“ und konnten erfahren, dass man in Gemeinschaft alles leichter und besser schaffen kann. Gerade unter Corona-Bedingungen sei deutlich geworden, „dass es immer weitergeht und es immer einen Weg gibt, seine Ziele zu erreichen.“ Die Meisterschule habe ihnen außerdem gezeigt, dass man einfach nie auslernt und neues Wissen auch neue Perspektiven schafft. Wertvolle Erkenntnisse für ihren weiteren Berufsweg.
Die staatlich geprüften Wirtschafterinnen für Ernährung und Haushaltsmanagement 2021 wurden bei der Zeugnisübergabe für die herausragenden Leistungen besonders gewürdigt. Der Gesamtnotendurchschnitt des Semesters lag bei 1,98.