Prozessauftakt

Schüsse aus manipulierter Pistole

von Redaktion

Traunstein/Großkarolinenfeld – Mit einer offenbar umgebauten Waffe erschien am 26. September vergangenen Jahres ein 22-Jähriger zu einem nächtlichen Drogendeal am Bahnhof Großkarolinenfeld. Als der Deal aus dem Ruder lief, soll er diese Waffe gezückt und einen 20-jährigen Mann mit zwei Schüssen schwer verletzt haben. Wegen versuchten Totschlags soll sich der mutmaßliche Schütze am kommenden Dienstag, wie berichtet, vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Zu Wort kommen wird auch ein Sachverständiger, der offenbar klären soll, wie die Waffe so umgebaut werden konnte, dass damit Projektile verschossen werden konnten. Es handelt sich bei der Pistole um eine Zoraki Atak Arms M906-B einer Firma, die ausschließlich Schreckschuss- und Gaspistolen herstellt. Um sie zum Feuern von Projektilen tauglich zu machen, ist nach einer Auskunft von Waffen Daurer in Rosenheim ein „außerordentlich aufwendiger“ Umbau notwendig. Der Angeschuldigte hatte bei einer Frau fünf Gramm Marihuana und fünf Ecstasy-Tabletten geordert. Als es ans Bezahlen ging, zückte er die Waffe und bedrohte die Frau und deren beiden Begleiter. Einer der beiden wollte ihm die Waffe abnehmen – da soll er zweimal abgedrückt haben.we

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