Zugegeben: Im Vergleich zu den Organisationswirren zum Start der Impfkampagne und dem Versagen der Politik bei der Beschaffung des notwendigen Serums im Kampf gegen Corona hat die Tatsache fast schon zweitrangige Bedeutung, dass Privatärzte ihren Patienten den lebensrettenden Pieks derzeit nicht in ihrer Praxis anbieten können. Dennoch handelt es sich um eine weitere ärgerliche Holprigkeit im bundesweiten Impfchaos. Auch sie sorgt mit dafür, dass der Impfturbo stottert, dessen Start die Politik mit der Einbindung der Hausärzte vollmundig versprochen hatte.
Sie muss ihn jetzt endlich auf Touren bringen und möglichst rasch dessen störungsfreien Betrieb garantieren. Dazu gehört, dass alle Hausärzte zeitnah mit ausreichend Impfstoff versorgt werden. Dass die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig dabei auch die Handlungsfähigkeit der Privatpraxen im Kampf gegen Corona im Blick hat, ist ein Hoffnungsschimmer. Es gibt keinen vernünftigen Grund, ihr Kapazitäts- und Kompetenzpotenzial nicht zu nutzen.