Zwei Afghanen in Lkw-Auflieger gesperrt

von Redaktion

Fahrer bemerkt Klopfgeräusche

Irschenberg – Zwei Afghanen haben am Mittwoch am Autobahnrastplatz Irschenberg (A8) in einem Lkw-Auflieger mit Klopfgeräuschen auf sich aufmerksam gemacht. Der bulgarische Lkw-Fahrer versicherte den verständigten Bundespolizisten, nichts von den Menschen auf der Ladefläche gewusst zu haben. Die Bundespolizei geht davon aus, dass kriminelle Schleuser für die tagelange gefährliche Mitfahrt – zum Teil bei Minusgraden – gesorgt haben.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge startete der Lastkraftwagen in Bulgarien. Nach mehreren Tagen erreichte der Fahrer des Sattelzugs die deutsch-österreichische Grenze. Während einer Pause am Irschenberg hörte der 55-Jährige ein Klopfen, das von seinem Auflieger kam. Er verständigte sofort die Polizei. Im Beisein mehrerer Beamter wurde die Ladefläche geöffnet. Von der Ladung kletterten zwei junge Männer herunter. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Afghanen im Alter von 18 und 15 Jahren. Sie erklärten, Schleuser hätten den Lkw-Auflieger für den Zustieg heimlich geöffnet und anschließend von außen wieder geschlossen. Die Fahrt von Rumänien bis Deutschland sei die letzte der organisierten Etappen gewesen, die von Afghanistan aus über den Iran und die Türkei geführt hätten. Schleuser hätten pro Person über 6000 Euro kassiert.

Der Lkw-Fahrer konnte weiterfahren. Er steht nicht im Verdacht, an der Schleusung beteiligt zu sein.

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