Die gute Nachricht

von Redaktion

Zwischen Himmel und Erde

„Was gibt’s Neues?“ Das ist immer die erste Frage, wenn meine Freundin zu mir ins Auto steigt. Vor kurzem ist mir dann herausgerutscht: „Gott sei Dank nichts Neues, denn das ist selten erfreulich.“

Meine spontane Antwort hat mich selber beschäftigt. Tatsächlich liest und hört man täglich in den Nachrichten meist nur negative Schlagzeilen über all das, was sich auf der Welt tut. Aber ist das wirklich so?

Bei allem Interesse an sachlicher Information vergessen wir oft die guten Nachrichten, die es genauso gibt. Sie sind für den Leser und Hörer nur nicht so interessant, weil weniger spektakulär. Sicher darf man die Augen nicht naiv vor Problemen verschließen, aber der Überhang an schlechten Nachrichten prägt unsere Sichtweise und raubt uns Lebensfreude. Dem kann man sich nur schwer entziehen. Wenn man den ganzen Tag nur Negatives hört, fängt man irgendwann an, das auch zu verinnerlichen.

„Was gibt’s Neues?“ Als meine Freundin am nächsten Tag wieder diese Frage stellt, überrasche ich sie mit drei positiven Dingen, die ich mir vorher bewusst überlegt habe. Sie lacht und schon hat mein Experiment funktioniert.

Auch heute werden in den Nachrichten sicher wieder die negativen Schlagzeilen überwiegen. Vielleicht geht es nicht anders, als dass wir uns die schönen dann immer noch dazu sagen.

Die Erzählungen über das Leben Jesu nannten die ersten Christen übrigens „Evangelium“. Das heißt aus dem Griechischen übersetzt „die gute Nachricht“. Für mich eine lebensbejahende Botschaft, auf die ich mich jeden Tag neu programmieren kann.

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