Erneut bangen um das Herbstfest

von Redaktion

Wirtschaftlicher Verband skeptisch

Rosenheim – Das Rosenheimer Herbstfest 2021 steht angesichts hoher Infektionszahlen und des holprigen Starts der Impfkampagne auf der Kippe. „Stand heute ist es sehr unwahrscheinlich“, sagte am Dienstag Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbands (WV), auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Der WV ist Veranstalter des größten Volksfests in Südostbayern, das in besseren Zeiten eine Million Menschen nach Rosenheim zieht. Bereits am Vormittag hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) der Wiesn in der Landeshauptstadt für dieses Jahr nur noch geringe Chancen eingeräumt. Zuvor war das zweitgrößte Volksfest der Welt, das Straubinger Gäubodenfest, offiziell abgesagt worden.

So ganz will Hertreiter noch nicht aufgeben. „Was uns die Erfahrung gelehrt hat: Entwicklungen können sich sehr schnell ändern.“ Im bisherigen Verlauf der Pandemie seien diese Überraschungen meistens eher negativ gewesen. In der Tat: Vergangenes Jahr noch hatte der Stadtrat beschlossen, das Herbstfest 2021 einen Tag länger dauern zu lassen. Dieser Optimismus ist angesichts zweiter und dritter Welle und schwachem Start der Impfkampagne verflogen. Man wolle die Entwicklung eine Zeit lang abwarten, sagte Hertreiter, eine Entscheidung fälle man womöglich erst Pfingsten. „Dann müssen wir wissen, ob wir’s machen oder nicht, dann beginnt auch schon die heiße Phase der Vorbereitung“, sagte der WV-Geschäftsführer. Man stehe in engem Austausch mit der Stadt. Die Stadt teilte mit, die Prüfung obliege dem Verband, die Entscheidung werde aber abgestimmt. Michael Weiser

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