Rosenheim – Viele Menschen, die im Straßenverkehr verletzt werden oder sterben, sind sogenannte ungeschützte Verkehrsteilnehmer. Sie sind als Fußgänger, Radfahrer oder motorisierte Zweiradfahrer unterwegs. Mit dem bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben – Radfahrende im Blick“, am heutigen Mittwoch, soll ein Bewusstsein für dieses Thema geschaffen werden. Den gesamten Mai werden die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zudem Schwerpunktaktionen durchführen. Die Pandemie hat das Mobilitätsverhalten seit dem vergangenen Frühjahr maßgeblich verändert. Mehr Menschen sind in der Nähe ihrer Wohnumgebung unterwegs.
Gleichzeitig hat eine Veränderung bei der Wahl der Verkehrsmittel stattgefunden: Insbesondere hat der Rad- und Fußgängerverkehr zugenommen. Radfahrer waren im vergangenen Jahr, im südlichen Oberbayern, deutlich häufiger an Verkehrsunfällen beteiligt, als in den Jahren zuvor. Um 21 Prozent stiegen die Zahlen an. Dabei kamen 14 Radfahrer ums Leben und 2430 wurden verletzt. Fußgänger waren im vergangenen Jahr an 427 Verkehrsunfällen beteiligt, vier Menschen wurden dabei getötet und 292 verletzt. Die Zahl der getöteten motorisierten Zweiradfahrer stieg auf 23 an.
Von 6 Uhr bis Mitternacht werden sich heute, Mittwoch, auch die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd an der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion beteiligen.