Einsatzreiches Wochenende für die Bergwachten Marquartstein und Grassau

von Redaktion

Schwere Schulterverletzung und Schmerzen im Knie nach Stürzen – Zwei Hubschraubereinsätze

Grassau/Marquartstein – Die Bergwacht Grassau versorgte am Sonntag einen 37-jährigen Wanderer aus dem Berchtesgadener Land, der sich nach einem Sturz am Gipfel der Hochplatte auf etwa 1580 Metern eine schwere Schulterverletzung zugezogen hatte. Dieser war selbstständig nach dem Sturz zur Diensthütte der Bergwacht Grassau auf etwa 1300 Metern abgestiegen im Wissen, dass diese besetzt ist, wo er um etwa 12.40 Uhr ankam.

Die beiden anwesenden Einsatzkräfte stellten die verletzte Extremität ruhig und sorgten für eine möglichst schmerzfreie Lagerung des Patienten. Aufgrund der Verletzung waren die Versorgung durch einen Notarzt sowie ein rascher und schonender Transport in ein Krankenhaus erforderlich. Da der Rettungshubschrauber Christoph 14 zunächst noch bei einem anderen Einsatz gebunden war, machten sich parallel weitere Einsatzkräfte im Tal bereit, um mit dem Rettungsfahrzeug zum Einsatzort zu fahren. Dies war letztlich nicht mehr notwendig, da der Rettungshubschrauber schließlich doch verfügbar geworden war und direkt anfliegen konnte. Wenige Meter oberhalb der Bergwachthütte konnte dieser landen, den Verunfallten aufnehmen und ihn anschließend ins Krankenhaus zur weiteren Versorgung bringen.

Die Bergwacht Marquartstein wiederum wurde am Samstag gegen Mittag alarmiert. Eine 69-jährige Frau aus dem Achental war auf dem Weg zum Rechenberg kurz unterhalb der Burgau auf einem Steig gestürzt und hatte sich dabei schwer am Knie verletzt. Sie hatte starke Schmerzen und an ein Weitergehen war nicht zu denken. Ein zufällig vorbeikommender Bergwachtmann aus Bad Feilenbach hatte Erste Hilfe geleistet und die Rettungsleitstelle alarmiert.

Nach einem Rückruf konnte die Örtlichkeit eingegrenzt werden und ein Bergwacht-Notarzt, sowie ein ortskundiger Marquartsteiner Bergwachtmann machten sich unverzüglich auf dem Weg zur Einsatzstelle. Nachdem die Frau vom Notarzt versorgt worden war, wurde sie mit Unterstützung der nachrückenden Einsatzkräfte der Bergwacht Marquartstein mittels Vakuumbett und Gebirgstrage zu einem ebenen Platz gebracht, von dem sie schließlich mit dem nachalarmierten Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde.

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