Rosenheim – Bei Grenzkontrollen hat die Bundespolizei am Wochenende rund 30 illegale Einreiseversuche zwischen Kufstein und Rosenheim festgestellt. Etwa ein Drittel waren in Zügen unterwegs, zwei Drittel stoppten die Beamten bei Grenzkontrollen im Straßenverkehr.
In einem Fall trafen die Beamten an der A93 auf einen pakistanischen Anhalter, der nach München wollte. Sie nahmen den Tramper mit – allerdings nur bis zur Dienststelle in Rosenheim. Dort wurde er angezeigt. Der Pakistaner war nach eigenen Angaben im Wagen eines Freundes mitgenommen und auf der Autobahn herausgelassen worden. Nahe der Rastanlage Heuberg wurde eine Streife der Bundespolizei auf den Fußgänger am Seitenstreifen aufmerksam. Die Beamten entlarvten seine spanische Aufenthaltsgenehmigung als Fälschung. In der Rosenheimer Inspektion erhielt der 39-Jährige Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise. Über seinen weiteren Verbleib im Land entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Unmittelbar nach Österreich zurück musste ein Iraker. Dieser konnte bei der Grenzkontrolle auf der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden zwar einen Flüchtlingspass und eine griechische Aufenthaltserlaubnis vorweisen, einreisen durfte er aber laut Polizei dennoch nicht. Als die Beamten seine Personalien überprüften, fanden sie heraus, dass die Ausländerbehörde Regensburg gegen den 43-Jährigen bis 2023 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot verhängt hatte. Der Grund hierfür ist im Jahr 2019 zu finden: Damals war er schon einmal in die Bundesrepublik gekommen. Er hatte um Asyl nachgesucht, obwohl er bereits in Griechenland als Asylbewerber registriert worden war. Der Iraker wurde in Rosenheim wegen seines illegalen Einreiseversuchs angezeigt und anschließend der österreichischen Polizei überstellt. Knapp 20 der etwa 30 unerlaubt einreisenden Migranten hat die Rosenheimer Bundespolizei am Wochenende nach Österreich zurückgewiesen. Es handelt sich insbesondere um Personen aus Albanien, Nordmazedonien, Pakistan, Irak und Nigeria.