Sieben Wohnwagen in Flammen

von Redaktion

Brand auf Campingplatz in Übersee – Über 200000 Euro Sachschaden

Übersee – Weithin sichtbar war die Rauchwolke am Samstagmittag, als mehrere Wohnwagen am Campingplatz in Übersee am Rödl-gries in Flammen aufgingen. In kürzester Zeit griff das Feuer auf drei weitere umliegende Wohnwagen über, die komplett abbrannten. Insgesamt wurden sieben Wohnwagen und ein Pkw durch das Feuer zerstört beziehungsweise beschädigt. Der Schaden wird auf über 200000 Euro geschätzt. Glücklicherweise wurde durch den Brand selbst niemand verletzt.

Die ersten Untersuchungen am Brandort durch die Ermittler des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizei Traunstein haben keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. Die genaue Brandursache ist jedoch derzeit noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

150 Einsatzkräfte
vor Ort

Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren Übersee, Grassau, Unterwössen, Grabenstätt und Traunstein, der Rettungsdienste und der Polizei waren vor Ort. „Als wir vor Ort eintrafen, hat es mehrere laute Knallgeräusche durch abströmende Gasflaschen gegeben“, so Zugführer Tobias Plenk, der die Einsatzleitung für die Feuerwehr Übersee übernommen hatte.

Zunächst war nur die Feuerwehr Übersee zu dem Brand alarmiert worden. Bereits auf Anfahrt wurde das Einsatzstichwort auf einen „Mittelbrand“ aufgrund der massiven Rauchsäule und bei Eintreffen auf einen Großbrandalarm erhöht.

Die Feuerwehren der Umgebung sind mit etwa 125 Einsatzkräften angerückt. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung bauten sie eine Wasserversorgung zum nahegelegenen Chiemsee auf und sperrten den Einsatzbereich großräumig ab. 16 Atemschutzgeräteträger wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Zu Beginn des Einsatzes standen die unmittelbare Brandbekämpfung sowie das Absichern eines unmittelbar angrenzenden Gasflaschenlagers im Mittelpunkt. Hierzu wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut, um die benachbarten Bebauungen zu schützen. „Wäre es uns nicht gelungen, das angrenzende Flaschenlager zu schützen, hätte der Brand eine noch größere Dimension erreicht“, so der Einsatzleiter im Gespräch mit der Redaktion. Der massive erste Löschangriff zeigte nach rund zehn Minuten einen ersten Erfolg und somit konnte seitens der Feuerwehreinsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“ an die Leitstelle in Traunstein gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten rund eineinhalb Stunden.

Mehrere angrenzende Wohnanhänger wurden sicherheitshalber kontrolliert. „Die Gäste und der Betreiber haben insgesamt großartig reagiert und alle Menschen bereits vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit gebracht“, so Tobias Plenk. Eine Sammelstelle wurde durch 25 Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes aufgebaut. Diese zeigten sich mit den Helfern des Kriseninterventionsdienstes der Malteser aus Traunstein für eine erste Anlaufstelle von Verletzten und zur kurzfristigen Betreuung der Betroffenen verantwortlich. Betroffen waren zum Teil Dauercamper aus dem Landkreis Rosenheim, diese sind laut Auskunft der Betreiberfamilie Ebner aber abends heimgefahren.

Der Betreiber hat Informationen unserer Zeitung zufolge die Unterbringung einiger Gäste organisiert, die Kommune musste nicht aktiv werden. Nicht alle Wohnwagen der Dauercamper seien derzeit belegt. Der Betrieb im Chiemsee Camping Rödlgries geht aber weiter. Der entsprechende Bereich ist abgesperrt.

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