Rosenheim – Die Schüler in Stadt und Landkreis Rosenheim können ab heute in den Pausen durchatmen. Nicht nur, weil sie eine kurze Lernpause haben, sondern weil keine Maskenpflicht auf den Pausenhöfen besteht. Die Befreiung gilt ebenfalls bei Wandertagen oder Exkursionen im Freien, das sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Schulamtsdirektor Edgar Müller freut sich in einem Interview mit den OVB-Heimatzeitungen über die Erleichterung.
Die Maskenpflicht im Schulgebäude besteht noch, für den Pausenhof ist sie aufgehoben worden. Was sagen Sie dazu?
Natürlich herrscht Freude, gerade bei den Kindern und Jugendlichen. Es ist bei den steigenden Temperaturen eine Erleichterung für die Schülerinnen und Schüler, wenn sie auf dem Pausenhof und bei Veranstaltungen, die draußen stattfinden, keine Masken mehr tragen müssen.
Ist die Maskenbefreiung im Pausenhof ebenfalls eine Erleichterung für die Lehrer in Sachen Pausenaufsicht?
Ja natürlich. Man durfte ja auch bisher die Maske draußen zwischenzeitlich abnehmen. Aber natürlich nur, wenn die Abstände eingehalten wurden. Das war schwer für die Lehrkräfte zu überprüfen. Diese Vorgabe gibt es jetzt nicht mehr. Man kann die Maske im Freien abnehmen. Das ist natürlich eine Erleichterung für die Lehrkräfte.
Inwieweit betrifft die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien den Sportunterricht draußen?
Wir müssen immer abwarten, was genau im kultusministeriellen Schreiben steht. Ich gehe davon aus, dass genaue Erläuterungen zu dem Beschluss kommen werden. Unter bestimmten Bedingungen können die Schülerinnen und Schüler auch schon jetzt die Masken beim Sport abnehmen. In der Pressemitteilung, auf die ich mich beziehe, wird Sportunterricht im Freien noch nicht genannt. Da müssen wir abwarten.
Die Maskenpflicht gilt noch im Schulgebäude selber. Würden hier Lockerungen Sinn machen?
Das zu beurteilen, maße ich mir nicht an. Der Entscheidungsträger ist die bayerische Staatsregierung. Ihre Entscheidungsgrundlage sind Empfehlungen von Virologen. Man weiß ja, dass die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus in Räumen viel größer ist, als draußen. Wir haben erst seit eineinhalb Wochen Präsenzunterricht ohne Mindestabstand. Ich gehe davon aus, dass man hier noch Vorsicht walten lassen will, und meint, dass Masken noch notwendig sind. Wie lange noch, werden wir sehen.
Wie ist denn das aktuelle Stimmungsbild der Schülerinnen und Schüler?
Man merkt, dass sich eigentlich jeder freut, dass wieder Schulbetrieb in Präsenz herrscht. Natürlich sind die Schülerinnen und Schüler durch das Tragen der Masken beeinträchtigt. Aber Schüler und Lehrer sind froh, dass wieder Präsenzunterricht für alle stattfindet.
Interview: Katharina Koppetsch