Bei Krones und Marc O‘Polo nimmt das Impfen gegen Corona Fahrt auf

von Redaktion

Beide Unternehmen haben jeweils über 300 Dosen für Mitarbeiter und deren Angehörige bekommen – Externe Dienstleister stellen Anonymität sicher

Raubling/Stephanskirchen – Seit Anfang Juni dürfen Betriebsärzte gegen das Coronavirus impfen. Unternehmen in der Region engagierten dafür externe Dienstleister, um ihren Mitarbeitern Anonymität zu garantieren.

Krones hat 330 Dosen des Impfstoffs von Biontech erhalten. Die Betriebsärzte haben diese im Vorfeld beim Bund bestellt. Um den Ablauf zu vereinfachen, errichtete die Firma auf dem Parkplatz des Betriebsgeländes in Raubling ein eigenes Impfzentrum. Das weiße Zelt ist 60 Meter lang und hat 39 Kabinen. Acht Mitarbeiter des externen Dienstleisters „Medisinn“, darunter zwei Ärzte, arbeiteten dort am Freitag unter Hochdruck.

Impfen lassen konnten sich alle Angestellten, deren Angehörige sowie Zulieferer oder andere Dienstleister wie etwa Kantinenmitarbeiter. Einzige Voraussetzung: Die Impfwilligen mussten mindestens 16 Jahre alt sein.

Anmelden konnten sich die Angestellten und Familienmitglieder über eine speziell dafür entwickelte Website des externen Dienstleisters. „Bei Krones werden keine Daten gehalten“, sagt Florian Hirsch, Leiter des Gesundheitsmanagements des Unternehmens. Eine betriebsinterne Impfquote könne deshalb nicht ermittelt werden. Das Unternehmen wisse auch nicht, wer geimpft wurde.

Durch die zugesicherte Anonymität sollte kein Druck auf Angestellte entstehen, die sich nicht impfen lassen wollen. „Wir können niemanden zum impfen zwingen und das wollen wir auch gar nicht“, erläutert Hirsch. Für einen internen Impftag habe sich das Unternehmen entschieden, weil das „der Weg aus der Pandemie“ sei.

„Das kostenlose Angebot wird gut angenommen“, sagt Werksleiter Dr. Helmut Schwarz. Krones habe rund 1000 Mitarbeiter in Rosenheim und Raubling, dazu kämen 200 Angestellte der Dienstleister. Angemeldet hätten sich 260 Personen. Viele der anderen Arbeitnehmer seien bereits von Hausärzten oder in Impfzentren geimpft worden.

Die übrigen Impfdosen habe das Unternehmen der Gemeinde Raubling und der Stadt Rosenheim angeboten. „Impfstoff wird bei uns keiner verschwendet“, sagt Schwarz. In fünf Wochen werden die Mitarbeiter zum zweiten Mal geimpft, dann ist der Schutz vollständig. „Das bedeutet auch einen größeren Schutz für das Unternehmen“, so Schwarz.

Auch Marc O’Polo sei die Gesundheit der Angestellten sehr wichtig, teilte Sprecher Albert Fetsch mit. Deshalb werde auf ein umfassendes Maßnahmenpaket gesetzt. „Das Angebot zur freiwilligen Impfung ist Teil davon.“

Die Firma ergatterte 350 Dosen verschiedener Vakzine – von Johnson & Johnson, Astrazeneca und Biontech. Die Angestellten werden seit Anfang Juli geimpft, nicht im Betrieb, sondern bei einem externen Partner. Welcher das ist, will das Unternehmen nicht verraten – aus Datenschutzgründen. Aus diesem Grund könne auch nicht preisgegeben werden, wie viele Mitarbeiter geimpft wurden. Laut Sprecher Fetsch sei das Angebot aber auf „positive Resonanz gestoßen und wird sehr gut angenommen“. Paula L. Trautmann

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