Delta-Variante im Neubeurer Internat nachgewiesen

von Redaktion

Laborbefunde der Corona-Abstriche bringen Gewissheit – Gesundheitsamt: „Kein Grund zur Besorgnis“

Neubeuern – Dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim wurden gestern zwei Laborbefunde mit dem Nachweis der Delta-Variante B.1.617.2 des Coronavirus gemeldet. Bei beiden Personen aus dem Internat Schloss Neubeuern hatte nach Angaben der Behörde im Vorfeld bereits ein positives PCR-Laborergebnis vorgelegen. Im Anschluss daran erfolgte durch ein Speziallabor eine aufwendige Genomsequenzierung, die am heutigen Tag den positiven Befund der Delta-Variante erbrachte.

„Das Gesundheitsamt geht aufgrund der konkreten Anhaltspunkte für ein Übertragungsgeschehen aufgrund der speziellen Kontaktsituation eines Schülerinternats, insbesondere aber auch wegen des Fußballturniers, das unmittelbar vor Auftreten der ersten bestätigten Fälle stattfand, von einem Ausbruchsgeschehen mit der Delta-Variante aus“, sagte Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes. „Alle Anordnungen, die bislang für die Erkrankten und engen Kontaktpersonen getroffen wurden, entsprechen denen, die auch im Falle einer Delta-Variante zu treffen sind. Insofern ist alles Notwendige veranlasst und es gibt es keinen Grund zur Besorgnis, dass sich das Virus weiter ausbreiten könnte.“

Stand gestern sind insgesamt 25 Fälle aufgetreten. Bei allen Folgefällen handelt es sich um enge Kontaktpersonen zu den Quellfällen, die sich bereits in häuslicher Quarantäne befanden. Somit sind nach Angaben der Behörde keine neuen Infektionsketten entstanden.

Mit Einverständnis des Gesundheitsamtes war ein Großteil der Schüler zu Beginn des Ausbruchsgeschehens von den Eltern abgeholt worden und verbringt die Quarantäne zu Hause. Derzeit besteht eine Quarantäne-Anordnung für fünf Wohngruppen und zwei Schulklassen. Für Schüler aus anderen Klassen und Wohngruppen, bei denen kein enger Kontakt zu Infektiösen bestand, gelten keine Quarantäne-Auflagen.

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