Die „Mutter Theresa der Obst- und Gartenbauvereine“ sagt Servus

von Redaktion

Franziska Kröll übergibt Vorsitz des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege an Rainer Steidle – Auch Wechsel bei der Geschäftsführung

Stephanskirchen/Rosenheim – Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hat einen neuen Vorsitzenden: Die Mitglieder aus über 60 Gartenbau- und Obstvereinen (OGV) aus dem Landkreis Rosenheim wählten jetzt bei der Kreisversammlung Rainer Steidle als neuen Vorsitzenden, nachdem Franziska Kröll aus Feldkirchen-Westerham, die dem Verband seit 2012 vorsaß, ihren Rückzug erklärt hatte.

Schmankerlgasse auf
den Weg gebracht

Stellvertreter Thomas Pummerer vom OGV Riedering, der Kröll liebevoll als „Mutter Theresa der Obst- und Gartenbauvereine“ bezeichnet, hob vor allem die vielen Projekte hervor, die Kröll initiiert haben – von der Schmankerlgasse in Rosenheim bis zum Wettbewerb „Natur im Hausgarten“.

Thomas Pummerer bleibt dem Vorstand als stellvertretender Vorsitzender erhalten. Im Gegensatz zu Geschäftsführer Christian Steinbichler vom OGV Prien, der sich nach 23 Jahren Tätigkeit im Kreisverband ebenfalls zurückzieht. Er hatte nicht nur die finanziellen Geschicke des Verbandes geleitet, sondern sich auch aktiv bei den Landesgartenschauen in Burghausen, Rosenheim und Ingolstadt eingebracht. Die Geschäftsführung übernimmt nun Geschäftsführer Christian Meissner.

Komplettiert wird die Führungsriege von den Beisitzern Monika Grad (OGV Brannenburg-Flintsbach), Gertraud Polz (OGV Söchtenau), Maria Liegl (OGV Nußdorf), Rupert Altermann (OGV Griesstätt), Rosemarie Lanstorfer (OGV Rieden-Soyen), Petra Widhammer (OGV Willing-Bad Aibling) sowie Georg Loferer (OGV Höhenmoos). Manfred Gassner vom OGV Vogtareuth wird künftig neben Bettina Preissinger vom OGV Tuntenhausen die Kassenprüfung vornehmen.

Vor den Neuwahlen hatten die hauptamtlichen Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Rosenheim, Susanne Summerer und Roman Pröll, das vergangene Verbandsjahr Revue passieren lassen. Ein Höhepunkt sei nach Angaben der Fachberater die Teilnahme an der diesjährigen Landesgartenschau in Ingolstadt gewesen. Dort hatten Mitglieder des Verbands unter dem Motto „Da haben wir den Salat – Salat in seiner ganzen Vielfalt“ Salatsorten präsentiert. Dabei entstand die aus über 100 Salatköpfen geformte „Salatreserl“.

Eine weitere Aktivität des Kreisverbands ist die Beratung und die Zertifizierung zum Naturgarten. „Naturnah, arten- und abwechslungsreich, gut fürs Kleinklima“ schaffe ein Naturgarten „gelebte Artenvielfalt vor der eigenen Haustür“, warben Summerer und Pröll. Rund 40 Hausgärten sind aktuell landkreisweit zertifiziert. Lehrgänge über Mulchen oder Obstbaum- und Beerenschneiden fanden im vergangenen Jahr ebenfalls statt.

Ehrungen für
Herbst anvisiert

Auch heuer steht einiges auf dem Programm, wie beispielsweise Besuche in Bio- und Staudengärtnereien sowie Baumschulen, Obstschnittkurse und Obstsortenbestimmtage. Im Herbst will der Kreisverband zudem auf der Jahresversammlung die scheidenden Mitglieder noch einmal gebührend ehren, versprach der neugewählte Vorsitzende Rainer Steidle. Zu den Personen, die geehrt werden, wird dann auch Harald Lorenz gehören. Denn der seit 1987 hauptamtliche Kreisfachberater geht in den Ruhestand. Elisabeth Kirchner

Dachorganisation für über 60 Vereine

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Rosenheim ist die Dachorganisation der 61 Gartenbauvereine im Landkreis Rosenheim mit circa 16000 Mitgliedern. Der Verband begleitet, berät und schult die Mitglieder zu allen Themen des Freizeitgartenbaues, sei es in Hinblick auf die Gartenkultur, den Obstanbau oder die Landespflege. Übergeordnete Dachverbände sind der Bezirksverband Oberbayern für Gartenbau und Landespflege sowie der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege. Weitere Infos unter www.kreisverband-rosenheim.de.elk

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