Rosenheim – Die Bundespolizei appelliert eindringlich an die Bürger in der Region, sich unbedingt von Oberleitungen und Gleisen fernzuhalten. Zwar üben gerade Züge und Schienen auf Kinder und Jugendliche eine große Anziehungskraft aus, doch kann das Klettern auf einen Waggon oder das „Selfie“ auf den Schienen tödlich enden. „Auf Bahnanlagen drohe Lebensgefahr“, sagte ein Sprecher der Rosenheimer Bundespolizei.
Bei einem Zug, der sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde nähert, müsse mit einem Bremsweg von bis zu einem Kilometer gerechnet werden. Ausweichen könne ein Zug nicht, so der Sprecher weiter. Hinzu komme, dass die modernen Züge sehr leise seien. Auch von den Oberleitungen gehen extreme Gefahren aus. Sie stehen unter einer Spannung von bis zu 15000 Volt. Selbst ohne direkten Kontakt sind lebensgefährliche Spannungsüberschläge möglich. Es reicht schon die Nähe von eineinhalb bis zwei Metern, um schwerste Verletzungen oder gar einen tödlichen Stromschlag zu erleiden.
Daher kann es nach Angaben der Polizei furchtbare Folgen haben, auf einen abgestellten Waggon zu klettern. Ähnliches gilt für das Steigenlassen von Drachen oder Luftballons in der Nähe von Oberleitungen. Die Rosenheimer Bundespolizei stellt unmissverständlich klar: Wer eine „Foto Location“ oder einen Abenteuerspielplatz sucht, ist auf Bahnanlagen völlig verkehrt.