Halfing/Söchtenau – Der Gewittersturm vergangene Woche im Raum Halfing hatte schwere Sturmschäden im Wald nach sich gezogen (wir berichteten). Um die Waldbesitzer bei der anstehenden Aufarbeitung der Sturmschäden bestmöglich beraten und unterstützen zu können, hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim (AELF) gemeinsam mit den beiden Waldbesitzervereinigungen (WBV) Rosenheim und Wasserburg-Haag zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.
Abteilungsleiter Korbinian Wolf vom AELF Rosenheim ermutigte die Waldbesitzer dazu, trotz der erheblichen Schadensmenge, bei der Bewältigung der anstehenden Arbeiten, Ruhe zu bewahren. „Bei der Aufarbeitung der Sturmschäden hat die Arbeitssicherheit im Wald oberste Priorität. Gott sei Dank sind bei dem Unwetter keine Menschen zu Schaden gekommen. Dies soll auch bei der Sturmholzaufarbeitung so bleiben“ so Korbinian Wolf.
Innerhalb der umgeworfenen Baumbestände bestehe bei der Aufarbeitung durch verkeilte und unter Spannung stehenden Bäumen sowie durch herabstürzende Äste oder Baumwipfel ein erhöhtes Gefährdungsrisiko. Wolf mahnte die Waldbesitzer, vorerst nicht zur Motorsäge zu greifen und keine überstürzten Aufräumaktionen durchzuführen. Dabei betonte er ausdrücklich den lebenswichtigen Grundsatz „Sicherheit vor Schnelligkeit“. Der zuständige Förster Tobias Büchner schilderte die aktuelle Situation vor Ort und informierte die Waldbesitzer, auf was sie jetzt achten müssen. Zur Borkenkäfersituation erklärte Büchner: „Schnelle und überstürzte Aufarbeitungen seien nicht notwendig, da einerseits derzeit keine akute Gefahr durch Borkenkäfer besteht und andererseits auch keine weitere Holzentwertung droht.“
Bei der Förderung der Sturmholzaufarbeitung und der folgenden Wiederaufforstungen stehen die Förster des AELF nach eigenen Angaben mit Rat und Tat zur Seite. Michael Heffner, Geschäftsführer WBV Rosenheim, und Alexander Graßl, Geschäftsführer WBV Wasserburg-Haag, sicherten den Waldbesitzern bei der maschinellen Aufarbeitung und der Vermarktung des Sturmholzes ihre Unterstützung zu.