Unfallflucht endet an der Grenze

von Redaktion

Italiener (30) soll bei Neapel zwei Kinder schwer verletzt haben

Kiefersfelden/Melfi – Einen 30-jährigen Italiener, der bei einem Verkehrsunfall in Italien zwei Kinder schwer verletzt und sich dann aus dem Staub gemacht haben soll, hat die Polizei Freitagfrüh am Grenzübergang bei Kiefersfelden festgenommen. Laut italienischer Medien schwebt eines der Opfer, ein 13-jähriger Bub, noch in Lebensgefahr.

Einsatzkräfte der Bundespolizei kontrollierten den Italiener gegen 7.40 Uhr, als er von Österreich kommend bei Kiefersfelden die Grenze nach Deutschland passieren wollte. Dabei bemerkten die Bundespolizisten massive Schäden an der Fahrzeugfront, insbesondere an der Motorhaube und der Windschutzscheibe.

Widersprüchliche Angaben gemacht

Da das Schadensbild laut Polizei einen Unfall mit Personen nicht ausschließen ließ und der 30-Jährige zudem widersprüchliche Angaben machte, zogen die Beamten die Spurensicherung der Kriminalpolizei hinzu. Da sich der Verdacht dadurch erhärtete, dass das Fahrzeug in einen Unfall mit Personen verwickelt gewesen sein könnte, nahmen die Einsatzkräfte den Mann vorläufig fest.

Im Zuge der Ermittlungen brachte die Polizei dann in Erfahrung, dass das Fahrzeug am Vortag in einen schweren Unfall in Italien verwickelt war. Nach Angaben der italienischen Zeitung „La Republicca“ hatte das Fahrzeug in Melfi bei Neapel einen 13-jährigen Buben sowie seine sechsjährige Schwester erfasst und schwer verletzt. Der Bub schwebe weiterhin in Lebensgefahr. Der Fahrer soll sich nach dem Zusammenstoß einfach aus dem Staub gemacht haben, ohne den schwer verletzten Kindern zu helfen.

Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim hatten nach der Festnahme des Mannes einen Drogentest beim 30-Jährigen durchgeführt. Dieser schlug laut Polizei auf Kokain und THC an.

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