Eiselfing – Ein kurzer unbeobachteter Moment reichte aus – und schon hatte ein Kleinkind in Eiselfing seinen Kopf durch ein Absperrgitter in der Küchentür der elterlichen Wohnung gesteckt. Dieses Sperrgitter sollte ihn eigentlich nur vom Katzenfutter fernhalten, doch nun saß der kleine Mann in der Falle.
Es geschah am Montag gegen 16.45 Uhr: Die Mutter räumte gerade im Wohnzimmer die Spielsachen auf, da der Papa gleich von der Arbeit heimkommen sollte, als sie lautes Kindergeschrei hochschrecken ließ. Die 32-Jährige fand ihren Sprössling, 15 Monate alt, zwischen den Streben der Absperrung und versuchte zunächst, mit handelsüblichem Öl seinen Kopf aus der misslichen Lage zu befreien. „Ich habe ihn überall eingerieben, er sah danach schlimm aus, aber die Ohren flutschten trotzdem nicht wieder aus dem Gestänge“, erinnert sich die Mutter am Tag nach dem Malheur.
Also rief sie kurzerhand die Feuerwehr zu Hilfe und hörte schon wenige Minuten später die Sirene im Ort. Schnell waren Feuerwehrmänner aus Bachmehring und ein Notarzt zur Stelle. „Es dauerte vielleicht zehn Minuten“, schätzt die Mutter. Die Feuerwehrmänner hätten zum Glück auch gar keinen schweren Bolzenschneider gebraucht. „Zwei starke Männer zogen die Gitterstäbe auseinander“, beschreibt die Mutter die Szene – und schon konnte sie ihren Sohn wieder in die Arme schließen.“
Ein Notarzt bescheinigte nach eingehender Untersuchung, dass der kleine Mann keinen Schaden genommen hatte.
Die Feuerwehrmänner überreichten zum Trost einen Plüsch-Feuerwehrdrachen. „Der gefällt unserem Sohn ganz besonders gut, den schleppt er heute immer rum“, berichtet die Mutter, und so gut getröstet, habe der kleine Mann nach der ganzen Aufregung glücklicherweise auch sehr gut schlafen können. Petra Maier