Machen statt versprechen

von Redaktion

Christoph Arz (Grüne): Zur A94: Wir haben viel und auch konsequent gegen den Bau der Autobahn gekämpft, jetzt ist sie da und wir müssen das Beste draus machen. Das heißt, auch den Lärmschutz deutlich verbessern, kurzfristig und langfristig. Denn: Lärm macht krank. Um unsere Bürger:innen zu schützen, sollten wir beim Lärmschutz aufrüsten in Form von Erhöhungen der Lärmschutzwände und mit lärmminderndem Belag auf Waschbetonstrecken. Da braucht es keinen Söder, der vor Ort vieles verspricht, sondern eine Politik, die Maßnahmen schnell umsetzt.

Die B15neu lehne ich ab. Sie ist ein Straßenprojekt, das zurecht viel Widerstand erzeugt hat in den letzten Jahren. Dieses Projekt ist veraltet und sollte nicht realisiert werden, da es weder ökologisch noch zukunftsfähig ist. Vollkommen zurecht hat sich auch der Kreis Mühldorf mit großer Mehrheit gegen den Bau der B15neu ausgesprochen. Deshalb wäre der Stopp des Weiterbaus der „Quasi-Autobahn“ mehr als sinnvoll, um unnötigen Flächenfraß zu stoppen und eine massive Fehlinvestition zu vermeiden.

Zu Allersheim: Ich befürworte natürlich den Ausbau der Bahnstrecke, jedoch in diesem konkreten Fall wäre der Schaden durch die Schließung des Bahnübergangs Allersheim für die Bürger:innen vor Ort sehr hoch, da die Ortsumgehung zur Verlagerung des Verkehrs aus dem Innenbereich der Gemeinde nicht mehr erreichbar wäre. Das würde zu einer Überlastung des Ortskerns führen, da der Verkehr von der A94 und der Schwerlastverkehr wieder durch das Nadelöhr Schwindegg müssten. Ich setze mich daher für eine ortsverträgliche Planung ein, damit alle vom Ausbau profitieren.

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