Fernverkehr erneut von Streik betroffen

von Redaktion

Kaum Ausfälle im Regionalverkehr

Rosenheim – Seit Montagmorgen für den Personenverkehr, seit dem Wochenende bereits für den Güterverkehr: Erneut zieht ein Streik der Lokführer weite Teile des Bahnverkehrs in Mitleidenschaft. Der Streik soll bis Mittwochmorgen, 2 Uhr, dauern. Glimpflich kommt die Region Rosenheim davon. Es sei lediglich der Fernverkehr betroffen, auch der Ausstand der Fahrdienstleiter habe auf Stadt und Landkreis Rosenheim kaum Auswirkungen, sagte Rüdiger Voigt, Rosenheimer Ortschef der Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL), den OVB-Heimatzeitungen. Annette Luckner von der Bayerischen Regiobahn und Meridian bestätigte, dass Verbindungen ihres Unternehmens lediglich im Raum Augsburg betroffen seien. „Das erleichtert uns sehr, wir bemühen uns im Interesse unserer Kunden, pünktlich zu fahren.“ Allerdings würden Streiks in der Regel spät angemeldet, die Einrichtung eines Ersatzverkehrs mit Bussen werde so erschwert.

Ersatzfahrplan „stabil angelaufen“

Stark betroffen ist die Deutsche Bahn, wenn auch der Ersatzfahrplan „stabil angelaufen“ sei, wie ein Bahnsprecher meldete. Das Angebot im Fernverkehr sei bundesweit auf ein Viertel reduziert, im bayerischen Regionalverkehr mit der Südostbayernbahn seien über 40 Prozent der Züge unterwegs. Die Südostbayernbahn unterhält auch die Verbindung zwischen Mühldorf und München, dort fallen 50 Prozent der Züge aus. Auch zwischen Aschau und Prien fallen streikbedingt die Züge aus. GDL-Funktionär Voigt will weitere Streiks nicht ausschließen, die Enttäuschung bei ihm und seinen Kollegen ob des Angebots der Deutschen Bahn sei sehr groß. „Es herrscht großer Frust“, sagt Voigt. Den Urlaubsverkehr aber wolle man nicht länger bestreiken.

Die Bahn spricht im Tarifkonflikt mit der GDL von einem „verlässlichen Grundangebot“ an die Adresse der GDL. Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete das Angebot einer Corona-Prämie als „starkes Signal“ der Einigungsbereitschaft. Michael Weiser

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