Tierquälerei: „Bärchen“ rasiert und besprüht

von Redaktion

Wasserburger Familie setzt Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter aus

Wasserburg – Viele Wasserburger kennen „Bärchen“, den Kater aus der Altstadt, der gerne den Hund der Familie beim Gassi gehen begleitet. Groß ist deshalb die Empörung, nachdem bekannt wurde, was „Bärchen“ passiert ist: Unbekannte haben ihn mit Lack besprüht und rasiert.

Der Halterin, die anonym bleiben möchte, ist das Entsetzen über den „erschreckenden Anblick“ des vierbeinigen Familienmitglieds noch deutlich anzumerken. „Das ist Tierquälerei – einfach krank“, sagt sie im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

„Bärchen“ ist gut sechs Jahre alt und ein scheuer Kater. Er lässt sich ungern anfassen – von Fremden eigentlich gar nicht. Daraus folgert die Wasserburger Familie, die in der Nähe der ehemaligen Essigfabrik wohnt, dass ihre Katze gewaltsam festgehalten wurde.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag besprühten den Kater Unbekannte an beiden Ohren mit grünem Lack, der auch in die Innenflächen des Sinnesorgans gelang. Außerdem rasierten die Täter dem Kater im Bereich des Schwanzes in Herzform das komplette Fell aus – so intensiv, dass die Halterin vom Einsatz einer Schermaschine ausgeht. So tauchte „Bärchen“ am Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr daheim auf – sichtlich verstört, wie die Familie berichtet. „Wer macht so etwas? Das hat doch nichts mehr mit einem Scherz zu tun“, ist die Halterin überzeugt.

Und fragt sich, wozu Menschen als Nächstes fähig sind, die einem Tier so etwas antun.

Die Eigentümer des Katers haben für hilfreiche Zeugenhinweise, die zur Ermittlung der in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag agierenden Täter führen, eine Belohnung von 100 Euro angekündigt. In der Siedlung an der Rampe leben viele Katzen. Ärger hat es nach Angaben der Familie bezüglich der Tiere noch nie gegeben.

Die Polizeiinspektion Wasserburg nimmt Informationen von Leuten unter der Telefonnummer 08071/ 9177-0 entgegen. Gegen die Unbekannten werde nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt, teilt Polizeichef Markus Steinmaßl mit. Heike Duczek

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