Region Rosenheim kommt erneut glimpflich davon

von Redaktion

Dritter GDL-Streik – Bahnverkehr bei Mühldorf betroffen

Rosenheim – Ungewohnt lang und erneut mit heftigen Einschnitten: So wirkt sich der erneute Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn aus. Bis 7. September, 2 Uhr, soll dieser mittlerweile dritte Ausstand dauern. Die Bahn stellt ein Grundangebot bereit. Derzeit können laut DB ein Viertel des Fernverkehrs und 40 Prozent des Regionalverkehrs verkehren.

Gut die Hälfte
der Verbindungen gestrichen

Reisende und Pendler in der Region Rosenheim kommen noch glimpflich davon. Für Traunstein und Wasserburg, vor allem aber für Mühldorf besteht der Streikfahrplan dagegen aus vielen Streichungen. So sind dort am heutigen Freitag und am Montag, 6. September, gut die Hälfte der Verbindungen zwischen Mühldorf und München gestrichen. Im Bereich Wasserburg, Traunstein und Mühldorf erwischt es die Südostbayernbahn, eines der Regio-Netze der DB, das den Linienstern Mühldorf zwischen Straubing, Passau, München, Salzburg und Aschau befährt. Daher fallen auch zwischen Aschau und Prien viele Verbindungen erneut aus. Auf diesem kleinen Teilstück werden nach Auskunft des Streikfahrplans Busse eingesetzt, deren Abfahrtszeiten in Aschau und Prien den Terminen der Züge entsprechen. Von den Streiks der Lokführer kaum betroffen ist die Bayerische Regiobahn. Lediglich im Allgäu fallen Züge aus, aus dem Grunde, weil auch Fahrdienstleiter in den Ausstand getreten sind. Sie unterhält zahlreiche Verbindungen zwischen Rosenheim und München, sodass sich die Auswirkungen vor allem für die zahlreichen Pendler zwischen Rosenheim und der Landeshauptstadt in Grenzen halten. „Grundsätzlich empfehlen wir allen Reisenden und Pendlern, sich vor Antritt über die digitalen Infokanäle kundig zu machen, ob ein Zug fährt oder kurzfristig gestrichen wurde“, sagt ein Sprecher der Bahn.

Arbeit für
fünf Tage niedergelegt

Der Streik ist auf fünf Tage angelegt. Möglicherweise endet er aber auch schon am heutigen Freitag. Die Bahn hat am gestrigen Donnerstag noch einen Eilantrag beim Arbeitsgericht Frankfurt eingereicht, um den Streik zu stoppen. Die Verhandlung über eine einstweilige Verfügung sollte am Donnerstagabend beginnen, ein Ergebnis war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Die Bahn sieht sich nach eigenen Worten „im Interesse der Kunden in der Pflicht“, gerichtlich gegen den Streik vorzugehen. Michael WEiser

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