Rosenheim – Die verheerenden Überschwemmungen im Westen Deutschlands haben zu Leid und Verwüstungen geführt. Schnell waren sich die Präsidenten der Rotary Clubs Rosenheim-Innstadt, Chiemsee, Rosenheim und Rotarac, der Jugendorganisation, einig, eine Spendenaktion zu starten.
Die gemeinsamen Spendenmittel in Höhe von rund 35000 Euro wurden auch durch das Engagement der ausländischen Partnerclubs RC Asolo und RC Rotary Dijon Gevrey-Chambertin erreicht. „Diese spontane Mitwirkung der Rotary-Freunde in Italien und Frankreich war eine starke Erfahrung der internationalen rotarischen Freundschaft“, stellte Thomas Buchbinder, Präsident des RC Chiemsee fest.
„Das ist genau die rotarische Solidarität, die nicht nur in guten, sondern gerade in schlechten Zeiten für einander einsteht“, so Hans-Georg Schmidt, Präsident vom Rotary Club Rosenheim-Innstadt.
Über diese engen Kontakte zu den Rotary Clubs vor Ort, wurde sichergestellt, dass das Geld zielgerichtet und direkt dort ankommt, wo es gebraucht wird. So ging ein Teil der Spenden direkt in den Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen. Hans Scheidt vom Rotary Club Rosenheim-Innstadt berichtet von 26 Toten, 22000 betroffenen Haushalten und Schäden in Milliardenhöhe alleine im Kreis Euskirchen.
Zerstörte Häuser, Schulen und Kindergärten machen das Leben vor Ort auch zwei Monate nach der Flut für viele noch unmöglich. Es fehlt auch an der Infrastruktur für die dringend notwendige Versorgung. So sind Arztpraxen, Straßen, Brücken, Teile der Bahnstrecke und auch Kläranlagen komplett zerstört. Eines stehe fest: Das Ausmaß der Schäden wird in den betroffenen Regionen noch lange kein normales Leben ermöglichen. Hilfe wird noch lange nötig sein.
Diese Situation fordere auch die rotarische Gemeinschaft in besonderem Maße. Es sei wichtig, unverschuldet in große Not geratenen Menschen nach besten Kräften zu unterstützen.