Rekordsumme für „Eiszeit“

von Redaktion

Freundeskreis Lokschuppen unterstützt geplante Ausstellung mit 58000 Euro

Rosenheim – Für die Ausstellung „Eiszeit“ im kommenden Jahr erhält das Ausstellungszentrum Lokschuppen eine Finanzspritze über 58000 Euro vom Freundeskreis Lokschuppen. „Das ist die höchste Summe, mit der wir jemals eine Ausstellung unterstützen konnten“, sagte die Vorsitzende Gabriele Bauer bei der Jahresversammlung. Gefördert werden damit vor allem zwei Highlights: einerseits ein Forschungsprojekt zum jungpaläolithischen Skelettfund, dem „Mann von Neuessing“, sowie die Entwicklung einer interaktiven Medienstation, bei der Besucher spielerisch Informationen zum Leben in der Eiszeit erhalten.

Präsentation neuer
Forschungsergebnisse

Beim Mann von Neuessing handelt es sich um ein Skelett, das 1913 im Altmühltal gefunden wurde. Es ist das älteste Skelett eines anatomisch modernen Menschen in Deutschland. In der Ausstellung „Eiszeit“ wird der Lokschuppen erstmals neue Forschungsergebnisse dazu präsentieren.

Obwohl aufgrund der Corona-Pandemie ein leichter Rückgang der Mitglieder zu verzeichnen war, freute sich Bauer, dass „uns der Großteil der Mitglieder auch in schwierigen Zeiten beisteht“. Seit der Gründung im Jahr 2008 stellte der Verein dem Lokschuppen über 422000 Euro aus Spenden und Beiträgen zur Verfügung. Das nächste Ziel stehe schon fest: „Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen, in den nächsten Jahren eine Mitgliederzahl von 1000 zu erreichen.“

Oberbürgermeister Andreas März hob die Rolle des Lokschuppens als eines der deutschlandweit bekanntesten Ausstellungshäuser hervor. „Mit der Ausstellung ‚Pharao‘ gelang der Sprung auf den internationalen Ausstellungsmarkt und damit ein weiterer wichtiger Bestandteil nachhaltiger kultureller Bildungsarbeit. Ein Trend, der auch mit künftigen Ausstellungsprojekten weitergedacht werden soll.“ Mit seinem Engagement erleichtere der Freundeskreis die Arbeit des Ausstellungszentrums und schaffe Raum für innovative Konzepte.

Der Geschäftsführer der Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim, Peter Lutz, gab den Mitgliedern des Freundeskreises einen Einblick in die kommenden Ausstellungen. Nach der „Eiszeit“ wird der Lokschuppen im Jahr 2023 die Ausstellung „Vulkane“ präsentieren, im Jahr darauf stehen die „Maya“ auf dem Programm. 2025 dürfen sich die Besucher dann auf „Versunkene Schätze“ freuen.

Die laufende Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere“ hat coronabedingt die bisher längste Laufzeit aller Ausstellungen. Nach den vorliegenden Zahlen erwartet der Lokschuppen insgesamt rund 225000 Besucher. „Über die Hälfte davon sind Familien, rund ein Drittel Erwachsene“, sagte Lutz in seiner Analyse. „Knapp acht Prozent sind Kinder, Schüler und Studenten, und Schulklassen machen rund 5,5 Prozent aus.“

Die Ausstellung „Eiszeit“ wird vom 16. März bis zum 11. Dezember 2022 im Lokschuppen zu sehen sein. Sie findet in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim statt.

Mitmachpfad mit
Mammut „Molli“

Der Lokschuppen hat dazu wieder ein museumspädagogisches Konzept für Kinder, Kindergärten und Schulklassen entwickelt. Das Eiszeit-Maskottchen, Mammut „Molli“, wird die jüngsten Besucher auf dem Mitmachpfad durch die Ausstellung führen. Die Mitglieder des Freundeskreises erhalten, neben einer exklusiven Führung mit Eindrücken zum Aufbau der Ausstellung „Eiszeit“, auch ermäßigten Eintritt zum Eröffnungskonzert am 15. März 2022 und eine exklusive Preview-Führung unmittelbar vor der offiziellen Ausstellungseröffnung

Artikel 1 von 11