Rosenheim – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Mittwoch zwei Männer für ihr „bemerkenswertes Engagement“ ausgezeichnet. Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge war ein 24-Jähriger am 22. Juli in einem Regionalzug wegen einer fehlenden Fahrkarte sowie dem Hinweis auf die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung mit einer Zugbegleiterin in Streit geraten. Anschließend war es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen.
Ein Südafrikaner (40), der in Tuntenhausen lebt, hatte die angespannte Situation zwischen der Bahnmitarbeiterin und dem Syrer bemerkt. Der 40-Jährige wollte beruhigend auf den Mann einwirken. Dieser griff ihn jedoch unvermittelt an. Dabei erlitt der Tuntenhauser eine Kopfplatzwunde. Daraufhin schritt ein Aschaffenburger (42) ein, um den Verletzten zu unterstützen und die Situation in den Griff zu bekommen. Schließlich gelang es den beiden Fahrgästen, den Aggressor abzudrängen und festzuhalten. Ludger Otto, der Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, hat den Männern seine Anerkennung ausgesprochen: Dank des Einschreitens sei die weitere Eskalation der Auseinandersetzung unterbunden worden. „Dieses beispielhafte Engagement verdient Respekt!“, sagte Otto.