Sorgenfalten wegen einer zunehmenden Unruhe im Wald

von Redaktion

Jägervereinigung Rosenheim tauscht sich bei Versammlung aus – Langjährige Mitglieder geehrt

Rosenheim – Mit über 700 Mitgliedern ist die Jägervereinigung Rosenheim eine der größten Kreisgruppen im Bayerischen Jagdverband. Bei der Jahresversammlung hatte der Vorsitzende Franz Sommer den Mitgliedern jetzt zu berichten, dass die Hegeschauen, die einen Überblick über die Abschusserfüllung und den Zustand des Wildes in der Region liefern sollen, coronabedingt nur eingeschränkt im kleinsten Kreis durch die Hochwildjagdberater und die Untere Jagdbehörde stattfinden konnten. Eine öffentliche Hegeschau wie üblich war nicht möglich.

Das Ausbildungsangebot für Jungjäger und für die Jagdhundeausbildung war ebenfalls betroffen, läuft nun aber laut Sommer wieder „im fast normalen Rahmen.“ Der Kassenbericht des Schatzmeisters Peter Stoib war ebenfalls im üblichen Rahmen, da die Mitgliederanzahl und die Abgaben an den Dachverband stabil sind.

Von den anwesenden Mitgliedern wurde die große Beunruhigung in den Wäldern mehrfach angesprochen, die für das Wild insbesondere in den Notzeiten teilweise lebensgefährlich endet. Weiterhin ist nach Meinung vieler Mitglieder die stärkere Bejagung von Füchsen zum Schutz des Niederwildes, aber auch zur Eindämmung der Fuchsräude, die auch Hunde infizieren kann, erforderlich. Die Jägervereinigung regt daher an, sogenannte Fuchswochen im Winter zu organisieren, um gezielt die überhöhten Bestände zu reduzieren.

In der Landwirtschaft gehen zunehmend Krähenvögel in der Aussaat von Mais zu schaden. Auch hier sei eine verstärkte Bejagung erforderlich, um die Schäden und der starken Zunahme entgegenzuwirken. Freilaufende Hunde, die wildern und oftmals Rehe reißen, seien ebenfalls ein zunehmendes Problem. Hier seien die Hundehaltenden gefordert, ihre Tiere anzuleinen.

Während der Sitzung gab es viele Ehrungen nachzuholen, unter anderem für Mitglieder, die seit 70 Jahren treu zur Jägervereinigung stehen. Weiterhin wurden verschiedene Jagdhornbläser für ihre langjährige aktive Arbeit in den beiden Jagdhornbläsergruppen geehrt. Der Versammlung wurde ein würdiger Rahmen durch die Inntaler Jagdhornbläser unter der Leitung von Hornmeister Anton Liegl verliehen.

Die traditionelle Hubertusmesse mit den Jagdhornbläsern der Jägervereinigung findet am Freitag, 5. November, um 19 Uhr in der Halfinger Kirche Mariä Himmelfahrt statt.

Ehrungen

70 Jahre Mitgliedschaft: Nikolaus Hell (Höslwang), Josef Schildhauer (Kolbermoor).

65 Jahre Mitgliedschaft:

Andreas Wiesböck (Rohrdorf), Ferdinand Rosenberg (Grassau), Lorenz Kisling (Frasdorf).

60 Jahre Mitgliedschaft: Sebastian Moser (Raubling), Hubert Wagner (Rosenheim), Hans Wörndl (Bernau), Franz Käser (Riedering).