Rosenheim – Beamte der Rosenheimer Polizei wurden in der Nacht auf Sonntag gegen 0.30 Uhr zu einer Lärmbelästigung gerufen. Vor Ort konnten ein 31-jähriger Rosenheimer sowie sein 58-jähriger Nachbar angetroffen werden. Beide gerieten in einen lauten Streit.
Die beiden Männer waren stark alkoholisiert, hatten sich angeschrien und gegenseitig gedroht, ihr „Gegenüber“ umzubringen und abzustechen. Der Streit eskalierte und beide fingen an, sich zu schubsen, der 58-Jährige stürzte daraufhin zu Boden. Am Boden liegend trat der 31-Jährige seinem Kontrahenten mit dem Fuß ins Gesicht. Der 58-Jährige musste anschließend vom Rettungsdienst zur weiteren ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim transportiert werden. Der 31-Jährige war auch beim Eintreffen der Rosenheimer Polizei weiter aggressiv und gewaltbereit und konnte von den Beamten nicht beruhigt werden.
Er sollte deshalb zur Dienststelle gebracht werden, versuchte dann anschließend jedoch, zu Fuß zu flüchten, so die Polizei. Er kam aber nicht weit und konnte von den Beamten an einem weiteren Fluchtvorhaben gehindert werden. Nun aber griff der Randalierer die Beamten an. Er versuchte, nach den beiden 26- beziehungsweise 39-jährigen Beamten zu treten, zu schlagen und auch Beißversuche in Arme und Beine startete der Randalierer. Die Beamten konnten den Angriffen ausweichen und blieben unverletzt. Der Gewaltgeneigte musste gefesselt werden und wurde anschließend zur Dienststelle verbracht. Eine Blutentnahme zur Ermittlung des genauen Alkoholisierungsgrades wurde durchgeführt. Der 58Jährige verweigerte einen Atemalkoholtest.
Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung sowie eines tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte wurde gegen den 31-Jährigen eingeleitet. Der Tatablauf wurde durch die eingesetzten Polizeikräfte anhand der mitgeführte Bodycam weitestgehend aufgenommen und dokumentiert.