Rosenheim – Coronabedingt kam die Arbeit des Kolping-Bezirksverbandes Rosenheim während der Pandemie fast gänzlich zum Erliegen. Jetzt will die Vereinigung, in der alle Kolpingsfamilien in der Stadt und im Landkreis Rosenheim zusammengeschlossen sind, allmählich zum Alltag zurückkehren. Das kündigte Bezirksvorsitzender Eberhard Häfele in der Bezirksversammlung an.
Sein Rechenschaftsbericht fiel entsprechend mager aus. „Unsere Aktivitäten waren im Wesentlichen auf Gottesdienste und Videokonferenzen beschränkt“, sagte der Bezirksvorsitzende. Eine größere öffentliche Veranstaltung sei lediglich die Bezirksmaiandacht im Mai 2020 in Bad Aibling gewesen. Der Bezirksvorstand habe trotz der schwierigen Gesamtsituation von 2019 bis zum Herbst 2021 insgesamt zehnmal getagt und sich ausgetauscht, listete Häfele auf. Dabei ging es auch um das größte Problem, mit dem der Kolpingbezirk aktuell zu kämpfen hat: die schwindende Mitgliederzahl. Diesem Trend entgegenzuwirken, ist auch die Absicht, die hinter einem neuen Leitbild steckt, das sich Kolping auf Bundesebene geben will. Es soll voraussichtlich im nächsten Jahr verabschiedet werden, dessen Vorgaben sind dann auch für den Kolpingbezirk Rosenheim verbindlich. Diözesanvorsitzender Karl Heinz Brunner erläuterte im Beisein seiner Vorstandsmitglieder Hans Anders und Dr. Susanne Knobloch die wesentlichen Ergebnisse des bisherigen Diskussionsprozesses und beantwortete Nachfragen aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer. Zentrale Frage ist, wie sich die Kolpingsfamilien öffnen können, um für einen größeren Interessentenkreis attraktiv zu werden, ohne ihre Identität aufgeben zu müssen.
Trotz der für den Bezirksverband nicht einfachen Zeit konnte Schatzmeisterin Uschi Liegl von einem soliden Finanzstand berichten. Der machte es möglich, dass sich der Diözesanvorsitzende Karl Heinz Brunner über einen Scheck in Höhe von 500 Euro freuen durfte, den der Bezirk für die Kolpingarbeit in Ecudaor zur Verfügung stellt. Seinen Dank für die Spende verband Brunner auch mit einem Kompliment für die Arbeit des Bezirksverbandes. „Ihr habt das Pflänzchen Kolpingarbeit in schwierigen Zeiten bestmöglich in Ehren gehalten. Für diesen Einsatz danke ich Euch“, so Brunner. Norbert Kotter