Nach Corona-Fällen: Klinik muss Geburtshilfe schließen

von Redaktion

Aufnahmestopp für Romed-Krankenhaus Wasserburg – Schwangere können nach Rosenheim ausweichen

Wasserburg – Nach einem Corona-Ausbruch muss Romed kurzerhand seine Geburtshilfestation in Wasserburg schließen. Die werdenden Mütter werden, bis auf Notfälle, ins Klinikum Rosenheim weitergeleitet.

Schreckmoment an der Romed-Klinik Wasserburg: Eine Patientin war nach ihrer Entlassung von ihrem Hausarzt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zugleich waren zwei Mitarbeiter der Geburtshilfestation, auf der sich die betroffene Patientin befunden hatte, positiv getestet worden.

Die Konsequenz, die Romed in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim zog: ein Aufnahmestopp für die betroffene Station, der seit Samstag gilt.

Wie Romed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram gegenüber den OVB-Heimatzeitungen ausführte, gebe es aktuell keine Hinweise für einen Zusammenhang dieser positiven Testergebnisse. Dennoch würden aus Gründen der Patientensicherheit zunächst keine weiteren Patienten auf dieser Station aufgenommen. Betroffen sein dürften zwei bis drei werdende Mütter pro Tag, so die Hochrechnung von Deerberg-Wittram. Insgesamt verzeichnet das Romed-Haus Wasserburg etwa 950 Geburten im Jahr.

Als zusätzliche Sofortmaßnahme zur Klärung der Infektionswege habe man bereits alle im Dienst befindlichen und darüber hinaus verfügbaren Mitarbeiter der Station mittels PCR-Test auf eine Corona-Infektion untersucht, wobei bislang keine weiteren positiven Test-Befunde festgestellt worden seien.

Zum weiteren Vorgehen erläuterte der Romed-Chef, dass aktuell alle Patienten sowie Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und Reinigungskräfte der Station mehrfach getestet würden. „Nach Vorliegen aller Testergebnisse wird über eine Aufhebung oder eine Verlängerung des Aufnahmestopps entschieden.“

Notfälle sind laut Romed von dieser Regelung ausgenommen. Das Haus bleibt weiterhin für Schwangere mit Wehen, die nicht in andere Kliniken verlegt werden können, weil die Entbindung unmittelbar bevorsteht, geöffnet. Diese Frauen werden gebeten, sich an der Pforte der Klinik vorzustellen. Ebenso können alle ambulanten Termine wahrgenommen werden.

Die bereits im Hause befindlichen stationären Patienten der betroffenen Station werden ebenfalls weiterhin behandelt und versorgt. Rosi Gantner

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